Grüne Uni: In Singapur fahren Studenten künftig Elektro-Shuttle

Grüne Uni: In Singapur fahren Studenten künftig Elektro-Shuttle

von Matthias Streit

Ohne Fahrer mit dem Auto über den Campus. Das Elektro-Shuttle Navia macht kurze Wege umweltfreundlich.

Mit einem unbemannten Taxi über den Flughafen – skurril, aber möglich. Zumindest mit dem Elektrofahrzeug Navia der französischen Firma Induct. Erste fahrerlose Fahrzeuge rollen schon in der Schweiz und Frankreich. Jetzt wurde die Technik erstmals auch nach Singapur exportiert.

Bis zu acht Personen finden auf dem Shuttle Platz, das bis zu 20 Km/h schnell fährt. GPS und spezielle Sensoren sorgen dafür, dass Navia den richtigen Weg findet. Ein intelligentes Laser-System scannt den Weg in bis zu 180 Meter Entfernung auf mögliche Behinderungen und weicht ihnen aus. Auch Fußgänger müssen also nicht befürchten überrollt zu werden.

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Die Route des Navia kann dabei ähnlich einer Buslinie fest strukturiert sein oder von den Passagieren selbst gewählt werden. Dafür befindet sich an Board ein Touch-Screen. Die Passagiere wählen ihre gewünschte Haltstelle aus und schon begibt sich das Elektroshuttle auf den Weg. Fehlt dem E-Shuttle einmal der Saft, sucht es sich selbst den Weg zur nächsten Ladestation.

„Navia wurde designed, um öffentlichen oder privaten Verkehr auf den ersten und letzten Kilometern zu ergänzen“, schreibt der Hersteller auf seiner Homepage. Heißt konkret: Das fahrerlose Elektrogefährt ist vorerst keine Lösung um längere Fahrten zu unternehmen, wohl aber um kurze Transitstrecken zu überbrücken. Damit ist es gerade für Flughäfen, große Krankenhausanlagen oder Uni-Campusse geeignet.

Kein Wunder, dass genau dort die ersten E-Transporter zum Einsatz kommen. In Singapur wird Navia laut Planungen in den nächsten zwei Jahren eine zwei Kilometer lange Strecke zwischen der Technischen Universität Nanyang und dem JTC CleanTech Park zurücklegen.

Seine ersten offiziellen Kilometer fuhr Navia übrigens 2012 auf dem Grundstück der Polytechnischen Hochschule Lausanne. Noch in diesem Jahr sollen Unternehmensangaben zufolge auch Patienten des Krankenhauses Polê Santé sud in Le Mans von den Tramstationen zu den Eingängen gebracht werden.

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