Japan: Erste schwimmende Sonnen-Kraftwerke gehen ans Netz

Japan: Erste schwimmende Sonnen-Kraftwerke gehen ans Netz

von Robert Habi

Im dicht besiedelten Japan macht ein Unternehmen aus der Platznot eine Tugend – und baut schwimmende Solaranlagen.

Solarmodule, die sauberen Strom liefern und gleichzeitig keinen Platz auf dem Festland brauchen, sind eine Ideallösung für das dicht besiedelte Japan. Der Technik-Konzern Kyocera hat sich dieser Herausforderung gestellt und nun zwei schwimmende Solarparks in Betrieb genommen.

Auf dem Nishihira-See und dem Higashihira-See in Kato City in der japanischen Präfektur Hyogo schwimmen ab sofort eine 1,2 und eine 1,7 Megawatt starke Solaranlage. Beide produzieren zusammen Strom für etwa 920 Haushalte.

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Einen weitaus größeren Solarpark im Meer baute das Unternehmen bereits Ende 2013 - allerdings auf einer aufgeschütteten Insel. Beim aktuellen Projekt schwimmem alle Komponenten auf dem Wasser.

Umweltfreundlich und robustNeben dem eingesparten Platz bietet die Lösung einen weiteren Vorteil: Das Wasser kühlt die Anlagen und verhindert, dass sie überhitzen und somit der Wirkungsgrad sinkt.

Die schwimmenden Unterbauten für die Panele liefert das französische Unternehmen Ciel & Terre, das vor drei Jahren eine erste Anlage dieser Art auf einem kleinen See in Frankreich installierte. Laut dem Startup sind die Plattformen für die Solarmodule taifunsicher, korrosionsgeschütz und können komplett recycelt werden.

Auch Windräder können schwimmenBereits auf dem Wasser im Einsatz befindet sich vor der Küste von Fukushima eine schwimmende Windenergieanlage. Wie viele Testprojekte in Norwegen (2009) oder Portugal (2011) soll sie dazu dienen, Offshore-Windenergie wirtschaftlicher zu machen.

Schwimmende Anlagen lassen sich im Gegensatz zu herkömmlichen Off-Shore-Windanlagen im Hafen montieren und aufs Meer schleppen. Der aufwändige Fundamentbau wäre damit ebenfalls hinfällig und die Anlage günstiger.

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