Kampf der Ideen: Diese Energie-Start-ups wollen die „Idea Challenge“ gewinnen

Kampf der Ideen: Diese Energie-Start-ups wollen die „Idea Challenge“ gewinnen

von Lisa Hegemann

Smart Home für Blinde oder Windrad-Wartung per Drohne: Wir stellen exklusiv die Finalisten der "Idea Challenge" vor.

Die Energiewende stellt die Wirtschaft vor Herausforderungen. Neue Ideen sind deshalb immer gerne gesehen. Viele Start-ups versuchen sich bereits im Energiesektor und wollen mit ihren grünen Geschäftsmodellen die Welt nachhaltig verändern.

Um diesen Ideen eine Plattform zu bieten, hat das Innovationsnetzwerk EIT Digital im Rahmen seiner Smart-Energy-Konferenz den Wettbewerb Idea Challege ausgeschrieben. Insgesamt 461 Start-ups haben sich europaweit in acht Kategorien, darunter etwa „Health & Wellbeing“ und „Smart Energy“, beworben.

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Am 4. November werden die Sieger der jeweiligen Bereich auf acht in Europa verteilten Veranstaltungen gekürt. In Berlin wird der Gewinner im Bereich „Smart Energy“ vorgestellt.

Cloudbasiertes Stromsparen und Dronen für das WindradWiWo Green liegen die acht Finalisten, die in der deutschen Hauptstadt um den Sieg bei der Idea Challenge kämpfen, exklusiv vor. Wer die Start-ups sind und was sie genau machen:

  • Das Start-up

    Fourdeg

    versteht sich als smartes Heizungsunternehmen und verspricht 20 Prozent mehr Energieeffizienz in Gebäuden. Über die cloudbasierte Anwendung sollen Heizungen per Smartphone oder Tablet steuerbar sein. Fourdeg arbeitet ähnlich wie das deutsche Pendant Tado mit smarten Thermostaten.
  • Das österreichiche Unternehmen

    Has to be 

    will mit Ladestationen für Elektrofahrzeuge punkten. Über die Plattform des Start-ups sollen Firmen die Ladestationen managen und steuern sowie Abrechnungen vornehmen können. Zu den Kunden gehören Autokonzerne wie Daimler und Porsche.
  • Hyko

    will ganzen Haushalten dabei helfen, Strom zu sparen. Das niederländische Start-up will dies über einen spielerischen Ansatz erreichen, der gleichzeitig auch Kinder und Eltern im Umgang mit Energie „erziehen“ soll. Die Webseite des Unternehmens ist allerdings noch im Aufbau.
  • Mit Effizienz wirbt auch das ebenfalls aus den Niederlanden stammende Unternehmen

    Peeekspower

    . Bis zu 40 Prozent der Energiekosten sollen sich mit Hilfe des Start-ups einsparen lassen. Es will Energie gewissermaßen umschichten und Generatoren so effizienter nutzen.
  • Das estländische Start-up

    Semu

    will Smart Homes für sehbehinderte und blinde Menschen realisieren. Das Produkt von Semu funktioniert über Sensoren und gibt eine Audio-Rückmeldung.
  • Sterblue

    will eine Drohne entwickeln, die bei der Wartung von Windrädern und Hochspannungsleitungen hilft. Die Drohnen sollen etwa die Infrastruktur inspizieren. Das französische Start-up will seine Technologie ab 2016 anbieten.
  • Das italienische Start-up

    SunnyRev

    will Solarfirmen mit Hausbesitzern zusammenbringen. Auf seiner Plattform sollen industrielle Anbieter auf Privatpersonen treffen. Das Unternehmen dahinter, Rethink, versteht sich als eine Art Beratung in den Bereichen Umwelt, Energie und Internet of Things.
  • Watt Now

    will, wie der Name schon verrät, Energie an Orte bringen, an denen sie temporär benötigt wird. Nach Berechnungen des Amsterdamer Start-ups sind 60 Prozent der Energiestationen auf Veranstaltungen ineffizient. Watt Now will beispielsweise bei Festivals eine batteriebetriebene Lösung bieten, die auch noch effizienter sein soll.

Die Start-ups müssen in Berlin ihre Idee bei einem Vortrag vorstellen und verteidigen. Der Gewinner kann ein Preisgeld von bis zu 40.000 Euro einstreichen. Während der Veranstaltung in Berlin dürfen auch drei weitere Start-ups ihre Ideen vorstellen.

Ernüchternd: Obwohl bei den acht Kategorien insgesamt jede fünfte Bewerbung aus Deutschland kam, findet sich kein einziges grünes Start-up aus der Bundesrepublik unter den Finalisten bei „Smart Energy“.

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