Leise, sauber und schnell: Die heißesten E-Autos des Jahres

Leise, sauber und schnell: Die heißesten E-Autos des Jahres

von Peter Vollmer

Von Retro bis Racing: Im Frühling stellen die E-Auto-Hersteller ihre neuen Modelle vor - wir haben die vier spannendsten herausgesucht.

Surr, surr statt brumm, brumm: Die Elektro-Flitzer der neusten Generation kommen mit locker 30 Prozent weniger Testosteron aus, haben keine Abgase und leiser sind sie auch. Nicht nur auf dem Genfer Autosalon zeigen die Hersteller, womit sie dieses Jahr überzeugen wollen - wir haben uns viel spannende Konzepte angeschaut.

Ein E-Dreirad für ein anderes Fahrgefühl

Wendig - das ist fast schon die einzige Werbeaussage von Toyota über den eigenen i-Road. Der kommt trotz seines Zweirad-Looks mit drei Rädern daher und beherbergt drei Passagiere. Damit können die Fahrer auf Helm und Winterjacke verzichten und stattdessen die Heizung oder das Audiosystem anschalten.

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Die Länge von 2,35 und die Breite von unter einem Meter machen ihn ideal für dichte Städte - so verwundert es nicht, dass Toyota derzeit zehn Prototypen in Tokio testet. Auch im französischen Grenoble und in Toyota-City, dem japanischen Wolfsburg-Äquivalent, wird getestet. Gewöhnungsbedürftig ist wohl eine neue Stabilisierungstechnik, die nötig ist, da der Fahrer die Beine nicht mehr ausstellen kann.

Die Maschine kommt mit zwei 2,6 PS-Motoren aus, doch bei der Reichweite zahlt man den Preis für den Komfort: Trotz Lithium-Ionen-Akku kommt der i-Road nur 50 Kilometer weit - ist dafür aber auch binnen drei Stunden über eine einfache Steckdose aufgeladen.

Fetziger Italiener in Orange

Der GTZero des Herstellers Italdesign wurde vorige Woche auf dem Genfer Autosalon vorgestellt und ist zwar nicht der alltagstauglichste Stromer, aber allemal ein Blickfang.

Mit drei Motoren hat er für jeden Sitzplatz einen, bringt dementsprechend auch knapp 500 PS mit. Das Portal Electriccarreport sieht darin einen modernen Gran-Tourismo-Klassiker in umweltfreundlich, der auch beim Laden schnell ist: In einer halben Stunde sind 80 Prozent des Akkus aufgefüllt.

Schnell ist allerdings so eine Sache: 250 Stundenkilometer fährt er Spitze, was für einen Stromer kein Geschwindigkeitsrekord mehr ist. Cleantechnica.com spricht dem Wagen daher ein wenig die Renntauglichkeit ab, traut ihm aber immerhin eine reale Reichweite von über 300 Kilometern zu. (Der Hersteller gibt 500 an.)

Was hingegen für den Wagen spreche: Er ist modular aufgebaut und damit leichter und weniger rohstoffintensiv zu reparieren - bei den nicht gerade umweltfreundlichen, weil extrem leichten Bauteilen von E-Autos ein Vorteil. Und Italdesign gehört zu Lamborghini, die Audi gehören, die ein Teil von Volkswagen sind - vielleicht kann aus dem Konzept doch einmal mehr werden.

Auf der nächsten Seite: Ein kroatisches Beschleunigungsmonster und die Rückkehr der Isetta.

Der Traum vom schnellsten Stromer aller ZeitenMittlerweile bauen die ersten Hersteller Elektro-Rennwagen, die nicht nur beeindruckende Zahlen aufweisen, sondern diese dank leistungsfähiger Akkus auch unter Beweis stellen können.

Sein "Concept_S" bewirbt der kroatische Autobauer Rimac als "erstes elektrisches Hypercar". 1384 PS beschleunigen den Wagen in 2,5 Sekunden auf 100 km/h, bis die 300 auf dem Tacho erreicht ist dauert es immerhin 13,1 Sekunden. Dabei soll der Wagen über eine extrem fortschrittliche Aerodynamik verfügen. Einen ersten Blick konnten die Besucher in Genf auf den Wagen werfen, auch auf Youtube finden sich bewegte Bilder.

Das Ziel des aus einer Schraubergarage hervorgegangenen Unternehmens ist aber ein anderes: Das schnellste Auto der Welt zu bauen. Das schafft das Concept_S mit 365 Stundenkilometern noch nicht, mit der Beschleunigung sind die Kroaten aber auf einem guten Weg.

Kult-Auto Isetta als E-VarianteDas Wort Knutschkugel steht nicht im Duden, doch würde es dort stehen, wäre es mit einer Isetta illustriert. Das "Rollermobil", das BWM in den 50er- und 60er-Jahren baute, besaß ein ikonisches Aussehen - und steht nun vor einem Revival.

Die Schweizer Firma "Micro Mobility Systems" will mit dem Microlino eine elektrische Variante auf die Straße bringen. Weiterhin nichts für Raser: Der Zweisitzer schafft bis zu 100 Stundenkilometern. Die Reichweite dürfte mit über 100 Kilometern vielen Zwecken genügen, der Preis soll bei 10.000 Euro liegen.

Wie sein Vorgänger im Geiste besitzt das Fahrzeug nur eine Tür - und die liegt vorne. Schon jetzt kann man den Wagen vorbestellen, 48 gibt es noch. Kommendes Jahr sollen die ersten 500 ausgeliefert werden, die volle Ladung Retro-Gefühl und Kitsch gibt es aber schon heute, und zwar in diesem Werbevideo:

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