Logistik: US-Tüftler entwickeln LKW für die Lüfte

Logistik: US-Tüftler entwickeln LKW für die Lüfte

von Felix Ehrenfried

Graf Zeppelin wäre stolz: Zwei amerikanische Entwickler wollen mit ihrer Mischung aus Luftschiff und Flugzeug den Logistikmarkt aufmischen.

Er sieht aus wie eine Mischung aus Zeppelin und Flugzeug: Der Dynalifter, mit dem zwei amerikanische Entwickler den Logistikmarkt revolutionieren wollen. Denn das Luftgefährt verknüpfe die "Zuverlässigkeit eines Turbinenflugzeuges mit der Treibstoffeffizienz eines Zeppelins", erklären Robert Rist und Brian Martin auf ihrer Homepage.

Der Dynalifter besteht innen aus einzelnen Verstrebungen, die das Luftschiff wie ein Skelett zusammenhalten. Seinen Auftrieb erhält er durch zahlreiche Zellen, die ähnlich wie Ballons mit Helium gefüllt sind. An der Außenseite angebrachte Flügel, die mit Turbinen ausgestattet sind, verstärken diese Wirkung und steuern das Gefährt.

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So sorgen die Heliumkissen für etwa die Hälfte des Auftriebs und die Turbinen für weitere 40 Prozent. Das Luftschiff ist außerdem so gebaut, dass es sich durch seine Form stabil durch die Luft bewegt.

Das Beeindruckende: Auch wenn das Gerüst des Dynalifter auf den ersten Blick recht fragil aussieht, soll es Lasten von bis zu 160 Tonnen tragen können. Zum Vergleich: Aktuelle Frachtflugzeuge für Langstrecken transportieren maximal rund 140 Tonnen.

Mehr Kapazität als FrachtflugzeugeDabei soll das rund 37 Meter lange Luftschiff nur einen Bruchteil an Treibstoff benötigen. Dass es dabei langsamer fliegt, ist klar. Allerdings wollen die beiden Entwickler mit dem Dynalifter weniger der Luftfahrt Konkurrenz machen, als eine Alternative für Schiffs-und LKW-Transporte bieten.

Denn auch wenn der Dynalifter recht langsam ist, fliegt er schneller als die meisten Schiffe fahren. Und auch für den Transport mit dem LKW könnte das neuartige Luftschiff eine Alternative sein. Denn es erreicht auch unwegsame Gegenden, in die keine Straße führt. Lediglich ein freier Platz zum Landen werde benötigt, sagen die Entwickler.

Einsetzbar in unwegsamem GeländeDamit könnte der Dynalifter die optimale Wahl für den Transport großer und sperriger Güter in entlegene Gegenden sein. Hilfstransporte beispielsweise könnten von diesen Eigenschaften profitieren. Jetzt wollen die Entwickler ihren Dynalifter zur Serienreife bringen.

Ein erster Prototyp wurde laut den Entwicklern schon erfolgreich getestet. Jetzt suchen Rist und Martin nach Investoren, die den Bau eines ersten, voll funktionsfähigen Dynalifters finanziell unterstützen. 40 Millionen US-Dollar (rund 29.5 Millionen Euro) brauchen die beiden dafür. Wenn das neuartige Luftschiff wirklich so viel leistet und dabei spritsparend ist, dürften die Erfinder keine Probleme haben, Investoren zu finden.

Hier noch ein Video des Dynalifters:

 

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