Märkte: 740 Milliarden Euro für Erneuerbare Energien in Europa

Märkte: 740 Milliarden Euro für Erneuerbare Energien in Europa

von Benjamin Reuter

Bis 2030 werden Milliarden in den Ausbau von Solar- und Windkraftwerken fließen. Kohlekraft verliert an Bedeutung.

Dass die Erneuerbaren weltweit boomen, ist kein Geheimnis. In diesem Jahr allein könnten Solaranlagen mit einer Leistung von knapp 50 Gigawatt ans Netz gehen, schätzen die Experten des Branchendienstes Solarbuzz. Zum Vergleich: In Deutschland sind derzeit rund 35 Gigawatt von den Sonnenkraftwerken installiert.

Ähnlich sieht es bei der Windenergie aus. Nachdem die Installation bei Windrädern in diesem Jahr eingebrochen ist  (vor allem ausgelöst durch die USA) soll es 2015 wieder bergauf gehen, glaubt der internationale Interessenverband der Branche Global Wind Energy Council.

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Das meiste Geld fließt in SolaranlagenUnd auch in Europa wird der Ausbau rasant weitergehen. Das jedenfalls schreiben die Analysten von Bloomberg New Energy Finance in einem kürzlich vorgestellten Report.

Die wichtigsten Zahlen daraus: Schon heute machen Solaranlagen, Windkrafträder, Wasserkraftwerke und Biogasanlagen 40 Prozent der Stromkapazität in Europa aus. Bis 2030 steigt ihr Anteil auf 60 Prozent. Im Gegenzug verlieren die fossilen Energieträger an Bedeutung. Ihr Anteil an der installierten Kraftwerksleistung sinkt laut Bloomberg von 48 auf 27 Prozent.

Bei der tatsächlichen Stromproduktion sieht es aber etwas anders aus: Derzeit gewinnen die 28 EU-Staaten rund ein Viertel ihres Stroms aus erneuerbaren Quellen wie Sonne, Wind und Wasser. Ihr Anteil an der Stromproduktion würde bis 2030 also auf rund 40 Prozent steigen.

Subventionen nur noch für Offshore-WindSinkende Kosten bei den Erneuerbaren und strengere Klimaschutzvorgaben treiben diese Entwicklung an, die vor allem die Kohleverstromung empfindlich trifft. Hier sinken die Kraftwerkskapazitäten in Europa bis 2030 um rund 30 Prozent.

Insgesamt werden laut Bloomberg die Investitionen in saubere Stromerzeugung in Europa bis 2030 rund 740 Milliarden Euro betragen. Die höchsten Investitionen entfallen mit 250 Milliarden Euro auf Solaranlagen. Windkraftanlagen an Land kommen auf 184 Milliarden. 218 Milliarden fließen in den Bau von Offshore-Windanlagen. Sie sind auch die einzige Technologie, die ab 2020 von den Bürgern noch subventioniert werden muss, schreibt Bloomberg. Solar und Wind sind dann schon billiger als Strom aus neuen Kohle- und Gaskraftwerken.

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