Meereskraftwerke: Neue Technik soll Stromausbeute verdoppeln

Meereskraftwerke: Neue Technik soll Stromausbeute verdoppeln

von Benjamin Reuter

Neue Offshore-Windanlage soll gleichzeitig Wind und Meeresströmung in Energie umwandeln - eine Premiere.

Windanlagen auf dem Meer sind ziemlich effektiv, denn ihre Stromausbeute ist viel höher als die von Turbinen auf dem Land. Der Nachteil: Derzeit sind sie noch sehr teuer. Schwere Schiffe müssen auf die hohe See gefahren werden, um die Fundamente zu befestigen, für Wartungseinsätze muss der Hubschrauber her.

Wenn schon der ganze Aufwand, warum dann nicht gleich zwei Kraftwerke bauen, wo sonst nur eines wäre? Das dachten sich jetzt japanische Ingenieure. Ihre Lösung: Sie entwickelten ein Offshore-Windrad, das gleichzeitig die Kraft der Meeresströmung in Strom umwandelt (siehe Aufmacherbild). Ganz ähnlich wie schwimmende Windräder, benötigt die Konstruktion kein Fundament.

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Das SKWID genannte Windrad der Mitsui Ocean Development & Engineering Company (MODEC) hat einen Rotor über der Meeresoberfläche, der in bis zu 50 Metern Höhe den Wind einfängt und ihn zu Strom macht. In einer Wassertiefe von rund 15 Metern befindet sich eine weitere Turbine, die die Wasserströmung nutzt.

Das Unternehmen behauptet, der speziell designte Rotor (eine sogenannte Darrieus-Konstruktion) ernte doppelt so viel Strom aus derselben Menge Wind wie herkömmliche Offshore Windräder. Die Turbine unter Wasser sei zudem ungefährlich für Fische. Noch in diesem Herbst soll ein erster Prototyp vor der Küste Japans seinen Dienst aufnehmen. Hier wird die Technik im Video erklärt:

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