Milliardenprojekte: Investment in erneuerbare Energien zieht weltweit an

Milliardenprojekte: Investment in erneuerbare Energien zieht weltweit an

von Andreas Menn

Im ersten Quartal 2014 steckten Investoren rund 48 Milliarden Dollar in den Bau neuer Ökokraftwerke wie Geothermie-Anlagen.

Wie die Analysten von Bloomberg New Energy Finance (BNEF) melden, sind die Investitionen in erneuerbare Energien in den ersten drei Monaten des Jahres 2014 weltweit um zehn Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen. Das Wachstum geht vor allem auf einen Treiber zurück: Kleine Solaranlagen.

Die wichtigsten Erkenntnisse der Quartalszahlen:

  • Mehr Fotovoltaik:

    Die Investitionen in kleine Solaranlagen auf Dächern von Häusern und Unternehmen sind um 42 Prozent gestiegen. Der Grund: Der  Preis pro Kilowattstunde Solarstrom hat sich in den vergangenen vier Jahren halbiert - das macht die Technik attraktiver denn je. Vor allem in Japan und den USA hat der Solarmarkt stark angezogen. Insgesamt beliefen sich die Investitionen in Solaranlagen auf rund 21 Milliarden Dollar.
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  • Neue Märkte:

     Erneuerbare Energien erobern immer mehr Länder - und tragen so zum weltweiten Wachstum der Cleantech-Investitionen bei. Zwei der vier größten Deals in neue grüne Kraftwerke fanden im ersten Quartal 2014 nicht in Industriestaaten statt - sondern in Kenia, wo ein 310 Megawatt starker Windpark gebaut wird  (Kosten: 860 Millionen Dollar), und Indonesien, wo das 1,6 Milliarden Dollar teure Geothermieprojekt Sarulla mit einer Leistung von 330 Megawatt finanziert wurde (das Aufmacherbild zeigt ein Geothermiekraftwerk in Island).
  • Europa fällt zurück:

     Bisher Ökostrom-Pionier, fällt der Kontinent Europa bei grünen Investitionen zurück - um 30 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Wachstum gibt es dagegen in China (plus 18 Prozent), in Brasilien (plus 211 Prozent) und im mittleren Osten plus Afrika (plus 82 Prozent).

Hat das Investment in erneuerbare Energien damit die Flaute aus dem Vorjahr überwunden? Noch ist es zu früh, um das zu sagen, findet BNEF-Chairman Michael Liebreich; doch die Zahlen des ersten Quartals seien immerin ermutigend.

Weiterer Grund zum Optimismus: Das erste Quartal ist immer das schwächste. Investoren legen oft gegen Jahresende noch einmal los, um sich vor Jahresfrist noch Subventionen und Einspeisevergütungen zu sichern.

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