Mobilität: Die zehn umweltfreundlichsten Elektrofahrräder

Mobilität: Die zehn umweltfreundlichsten Elektrofahrräder

von Felix Ehrenfried

Das Angebot an E-Bikes ist riesig. Das Öko-Institut hat jetzt seine Top 10 der Pedelecs herausgegeben.

Das Pedelec, wie man den Drahtesel mit E-Motor auch nennt, ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Vom sportlichen Single-Speed E-Bike bis zum gemütlichen Rentnerfahrrad ist alles dabei. Deutschland ist mit 310.000 verkauften Pedelecs im Jahr 2012 der stärkste E-Bike-Markt Europas.

Bei einem großen Angebot droht aber auch immer die Gefahr, dass der Kunde die Übersicht verliert, wenn es an den Kauf geht. Denn wer kann einem schon sagen, ob das Fahrrad beim Discounter gut ist oder man doch lieber zu der teureren Variante aus dem Fachhandel greifen sollte?

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Aus diesem Grund hat das Öko-Institut, ein privates Forschungsinstitut mit Sitz in Freiburg, eine Liste mit empfehlenswerten E-Fahrrädern aufgelegt - ein Leitfaden für Kaufinteressierte sozusagen. Um vom Öko-Institut in diese Liste aufgenommen zu werden, müssen die Fahrräder zum einen ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis aufweisen. Daneben sind alle Produkte, die das Institut in seine sogenannte EcoTopTen aufnimmt, aus ökologischen Gesichtspunkten hervorragend. So müssen die Produkte beispielsweise umweltfreundlich hergestellt werden und auch im Gebrauch ökologisch verträglich sein.

Daneben hat das Institut eine spezielle Anforderungsliste erstellt, die alle empfohlenen Fahrräder erfüllen müssen. So müssen die Bremsen hydraulisch sein und das Fahrrad mit einem Nabendynamo und Standlicht ausgestattet sein. Die Batterie, also sozusagen das Herzstück des Pedelec, muss mit einem Tiefentladungs- und Überladungsschutz und einem Kontrolldisplay ausgestattet sein, damit auf der Fahrt nicht auf einmal der Strom ausgeht. Die Batterie muss außerdem mindestens 400 Ladezyklen überstehen und abschließbar sein.

Um auch bei Anstiegen den eigenen Beinen oder dem Elektromotor nicht zu viel zumuten zu müssen, wiegen alle empfohlenen E-Fahrräder maximal 27 Kilogramm. Außerdem haben alle Pedelecs Kettenschutz, Schutzbleche und einen belastbaren Gepäckträger.

Da E-Fahrräder wie ihre Geschwister ohne Antrieb unterschiedliche Einsatzfelder haben, gibt es Kaufempfehlungen für den Stadtgebrauch, für Tourenfahrer und für Faltpedelecs.

In der Bildergalerie haben wir für Sie die sparsamsten E-Fahrräder zusammengestellt. Diese stoßen allesamt lediglich 1,8 Kilogramm CO2 im Jahr aus, was 50 Akkuladungen und einer Reichweite von rund 400 bis 750 Kilometer mit Tretunterstützung entspricht. Wenn der Besitzer dann sein E-Fahrrad noch mit Strom aus regenerativen Quellen lädt, ist diese Art der Fortbewegung sehr umweltfreundlich.

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Die Empfehlungen des Öko-Institus zeigen, dass Pedelecs eine umweltschonende, aber nicht ganz billige Art der Fortbewegung ist. Die Kaufpreise der empfohlenen Pedelecs starten bei knapp 2000 Euro und gehen bis knapp unter 5000. Klar, wer sich ein Mountainbike mit hochwertigen Komponenten zulegen will, zahlt oft genauso viel. Doch beim E-Bike kommen laufende Kosten, vor allem durch die Batterie hinzu. Die kostet selten weniger als 400 Euro und muss, je nach der Intensität der Nutzung, alle zwei bis drei Jahre erneuert werden. So kommt es, dass das Öko-Institut für alle Fahrräder jährliche Betriebskosten von 400-600 Euro errechnet. Dabei ist der Stromkostenanteil verschwindend gering und liegt selten über fünf Euro.

Betrachtet man die Kosten für solche E-Bikes allerdings aus einem anderen Blickwinkel, ist das Pedelec ein günstiges Fortbewegungsmittel. Ein Auto kostet meist mindestens 5000 Euro und auch die Betriebskosten liegen deutlich höher als die eines Pedelecs. Wer allerdings schon einmal versucht hat, auf einem E-Fahrrad drei weitere Personen oder einen Fernseher zu transportieren, weiß dass dieser Vergleich hinkt.

Trotz allem Pro-und Contra: Wenn mit dem Gedanken spielt, sich ein E-Bike zuzulegen, sollte einen Blick auf die Kaufempfehlungen des Öko-Instituts werfen.

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