Mobilität: Eine Studie zeigt, wie LKW sauberer werden

Mobilität: Eine Studie zeigt, wie LKW sauberer werden

von Benjamin Reuter

LKW stoßen rund sechs Prozent der weltweiten Klimagase aus. Wie sie bis zu 30 Prozent Sprit sparen können, zeigt eine aktuelle Studie.

Die Zahlen sind gewaltig: Schon heute gehen rund ein Fünftel der weltweiten CO2-Emissionen auf den Verkehr zurück. Sechs Prozent aller Treibhausgas-Emissionen entfallen dabei auf die LKW und den Transport von Gütern. Ein verstärkter Umstieg auf die Bahn ist nicht in Sicht.

Stattdessen steigt der Spritverbauch. Rechnet man alle LKW allein in den USA zusammen, dann verbrannten sie im Jahr 2010 rund 150 Milliarden Liter Benzin und Diesel. Dieser Wert soll Studien zufolge bis 2020 noch um ein Drittel zunehmen.

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Wie könnte man den Logistik-Sektor also umweltfreundlicher machen? Dieser Frage haben sich jetzt Experten des Carbon War Room angenommen, einem vom britischen Unternehmer Richard Branson gegründeten Think-Tank.

Das Ergebnis, ihrer gerade veröffentlichten Studie: Trotz einer Zunahme des LKW-Verkehrs von 30 Prozent, ließe sich mit derzeit gängigen Technologien der Ausstoß von Treibhausgasen auf dem heutigen Level halten.

Die Umbaumaßnahmen im Einzelnen:

  • aerodynamische Karosserieverkleidungen;
  • Batterien, die die Stromversorgung übernehmen;
  • Reifen mit geringem Rollwiderstand;
  • verbesserte Getriebe und
  • Fahrassistenzsysteme und genauere Navigationsgeräte.

Es lohnt sich, LKW umzubauenDas Wichtigste dabei: LKW auf diese Weise umweltfreundlich nachzurüsten, lohnt sich. Zwar kostet es rund 30.000 Dollar, einen Lastwagen effizienter zu machen. Die Maßnahmen sparen aber rund 26.000 Dollar Spritkosten pro Jahr. Der Treibstoffverbrauch sinkt damit um ein Drittel.

Bleibt die Frage, warum nur wenige Logistikunternehmen die Maßnahmen bisher umgesetzt haben? Vor allem drei Barrieren listet der Report auf:

  1. Hohe anfängliche Investitionskosten. Trotz der vergleichsweise kurzen Amortisationszeiten haben Unternehmer Probleme, den Umbau zu finanzieren.

  2. Der Besitzer des Trucks ist meist nicht derjenige, der die Treibstoffkosten bezahlt. Stattdessen sind es die Mieter der LKW. Deshalb haben Vermieter wenig Interesse daran, in effiziente Technik zu investieren.

  3. Unwissen. Vielen Logistikunternehmen fehlt schlicht die Information, welche Technologien schon auf dem Markt sind.

Fazit: Es ist wie so oft mit umweltfreundlichen Technologien, es gibt sie und sie lohnen sich. Nur bei der Umsetzung hapert es.

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