Mobilität: Nissan mit Verkaufsrekord bei Elektroautos

Mobilität: Nissan mit Verkaufsrekord bei Elektroautos

von Constantin Alexander

Mit fast 50.000 Exemplaren ist der Nissan Leaf das meist verkaufte Elektroauto 2013. Deutsche Hersteller sind weit abgeschlagen.

Aus elektromobiler Perspektive war 2013 ein gutes Jahr für Nissan: Der japanische Konzern konnte mit seinem Elektroauto Leaf das bei Weitem meist verkaufte Modell der Klasse verzeichnen. 47.484 Mal wurde der Wagen weltweit ausgeliefert, wie eine Auswertung des US-Blogs EVObsession zeigt.

Das sind 23 Prozent Marktanteil. Auf dem zweiten Platz folgt der Chevy Volt mit 28.252 verkauften Autos. Platz drei belegte der Toyota Prius PHEV mit 23.075 Einheiten. Tesla, die große US-amerikanische Hoffnung kam auf 22.186 verkaufte Einheiten – was sicher auch am stolzen Preis des eSportwagens liegt.

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Die Statistik zeigt schonungslos den Vorsprung US-amerikanischer und japanischer Hersteller gegenüber der europäischen Konkurrenz: Denn die Wagen der Konzerne aus EU-Staaten haben bei Weitem nicht so viel verkauft: Der Renault Zoe liegt mit 8869 Einheiten auf Platz sechs, gefolgt vom Volvo V60 PHEV mit 7437 Einheiten.

Die deutschen Autobauer spielen in der weltweiten Statistik bislang nur eine Nebenrolle. Der Smart Fortwo ED wurde 4130 Mal verkauft, der Opel Ampera 3157 Mal. Der e-Up! von Volkswagen kam 2013 auf 1465 verkaufte Einheiten, der BMW i3 nur auf 1318.

Einheimische Wagen bei Käufern am beliebtestenDie Aufschlüsselung der Verkaufsstatistik auf die jeweiligen Kontinente zeigt zusätzlich die Vorlieben der Käufer für einheimische Wagen. Rund ein Viertel des Nissan Leaf wurde allein im Heimatland Japan verkauft, ausländische Elektroautos spielen im Inselstaat nahezu keine Rolle. In China liegt der JAC iEV auf Platz eins.

Auch sonst spielen ausländische Elektroautos keine besonders große Rolle in China. Das mag auch daran liegen, dass der chinesische Staat bei vielen Modellen Verkaufsvorteile bietet, um die einheimische Elektroauto-Produktion anzukurbeln. Der Elektroautomarkt in China ist laut ChinaAutoWeb 2013 um 37,9 Prozent gewachsen.

Auch auf Europa runtergerechnet belegt der Nissan Leaf Platz eins, auf den Folgeplätzen befinden sich im Vergleich aber mehr europäische Wagen. Renault konnte mit dem Zoe und der elektromobilen Version der Kangoos gleich zwei Autos unter den fünf meist verkauften Modellen platzieren.

Auch auf europäischer Ebene ist klar erkennbar, dass deutsche Elektroautos bislang eher Nischenprodukte sind. Das kann jedoch auch daran liegen, dass Volkswagen und BMW relativ spät im Jahr mit ihren Modellen auf den Markt kamen.

Ladeinfrastruktur wächstIn den USA wurden im vergangenen Jahr fast 46.148 reine Elektroautos verkauft. Wobei der Markt dort immer noch von Strom-Benzin-Hybriden ohne Anschluss für ein Stromkabel bestimmt wird: Mit großem Abstand verkaufte sich der Toyota Prius Liftback am meisten. Um den Platz des meist verkauften Elektroautos, also mit Steckeranschluss und größerer Reichweite bei der Batterie, lieferten sich der Nissan Leaf und der Chevy Volt ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen, dass der amerikanische Wagen knapp gewann: 23.094 Mal verkaufte sich der Chevy gegenüber 22.610 Einheiten des Leafs.

Nissan kann also zufrieden sein mit dem vergangenen Jahr. Doch da immer mehr große Autounternehmen mit viel Aufwand ihre neuen Modelle auf den Markt pushen, könnte es in diesem Jahr bereits einen starken Rückgang geben. Interessant bleibt dabei vor allem zu beobachten, wie die starken deutschen Produzenten ihre Elektroautos verkaufen werden. Schon jetzt, so ergab eine Auswertung im Auftrag des Branchendienstes Electrive Net, ist der BMW i3 das meistdiskutierte E-Auto im deutschen Web. Tesla liegt mit seinem Model S nur an Platz 2.

Tatsache ist: Durch den weltweit rasanten Ausbau der Ladeinfrastruktur und vielen Vorteilen wie Steuerermäßigungen oder freies Parken für eAutos, wird die Zahl an verkauften Elektroautos 2014 wohl um einiges höher sein als im vergangenen Jahr.

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