Motorsport: Audi steigt in die Formel E ein

Motorsport: Audi steigt in die Formel E ein

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Am 9. Oktober startet die Formel E in Hongkong in die neue Saison. Mit dabei das ABT Schaeffer Audi Sport-Team. (ABT Schaeffer Audi Sport)

von Dirk Kunde

Als erster deutscher Autohersteller engagiert sich Audi in der Rennserie für Elektroautos. Das Finale der kommenden Saison wird mit Blick auf die Freiheitsstatue entschieden.

Die vier Ringe kleben bereits für die kommende Saison auf dem elektrisch angetriebenen Rennwagen ABT Schaeffler FE02. Die Renn-Serie startet am 9. Oktober in Hongkong in die neue Saison. Audi intensiviert dabei seine finanzielle und technische Partnerschaft mit dem ABT Schaeffer Audi Sport-Team. Ziel ist es, dass Audi in der Saison 2017/18 einen eigenen Antriebsstrang für das Team entwickeln wird.

„Elektromobilität ist eines der Schlüsselthemen unserer Branche“, sagt Dr. Stefan Knirsch, Mitglied des Audi-Vorstands. 2025 soll jeder vierte Audi ein Elektroauto sein. Das erste Modell, einen SUV, wollen die Ingolstädter 2018 präsentieren. 2Da ist es nur konsequent, dass wir unser Motorsport-Programm anpassen und uns in einer rein elektrischen Rennserie engagieren“; meint Knirsch.

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Testläufe bereits abgeschlossen

Die Testläufe im britischen Donington sind abgeschlossen, die Teams bereits auf dem Weg nach Asien zum Saisonauftakt. ABT Schaeffler Audi Sport beendete die vergangene Formel E-Saison auf Platz Zwei der Team-Wertung. Fahrer Luca di Grassi wurde Vizemeister. Der Brasilianer ist Audi-Werksfahrer.

Zusammen mit Daniel Abt absolviert er die dritte Saison in der noch jungen Rennserie. Bei den zehn Teams sitzen insgesamt drei Fahrer aus Deutschland im Cockpit, darunter auch Nick Heidfeld.

In der kommenden Saison stehen zwölf Rennen in zehn Metropolen auf dem Programm. Am 10. Juni 2017 starten die E-Rennwagen in Berlin. Die Finalrennen finden Ende Juli 2017 in New York statt. Die Teams drehen am Rande eines Hafenbeckens in Brooklyn auf einem 1.947 km langen Kurs ihre Runden. Dabei haben Fahrer und Zuschauer die Skyline von Manhattan sowie die Freiheitsstatue im Blick.

Allrad-Antrieb E-Motorräder werden sicherer und effizienter

An einem Prototyp haben Wissenschaftler den Einsatz der Technik erfolgreich getestet. Bald könnte sie in Serie gehen.

Gemeinsam mit seinem Projektteam von der Uni Ulm hat Michael Buchholz (3.v.r.) den Allrad-Antrieb entwickelt. (Foto: Löffler / Uni Ulm, MRM)

„Audi nutzt den Motorsport immer konsequent dazu, neue Technologien für den späteren Serieneinsatz zu erproben und weiterzuentwickeln. Die Formel E ist mit ihren Rennen im Herzen von Metropolen eine ideale Bühne dafür“, sagt Dr. Wolfgang Ullrich, Audi-Motorsportchef. In der kommenden Formel E-Saison dürfen die Batterien in den Rennwagen 230 statt 200 Kilogramm wiegen.

Doch der Wagen darf das Gesamtgewicht von 880 kg nicht überschreiten. Die Batterien arbeiten weiterhin mit 28 Kilowattstunden bei einer maximalen Leistung von 200 Kilowatt. Die Rekuperation (Energierückgewinnung) darf 150 statt 100 Kilowatt betragen.

Fans sollen eingebunden werden

Im Vergleich zur klassischen Formel 1 möchte die Rennorganisation FIA die Fans enger einbinden. Ein Weg ist der Fanboost. Die drei Fahrer, deren Namen an einem Rennwochenende bei Twitter am häufigsten genannt werden, erhalten zusätzliche zehn Kilojoule Energie, die sie im Rennen einsetzen können, um ihrem Fahrzeug einen Beschleunigungsvorteil „Boost“ zu verschaffen.

Zusätzlich gibt es in der kommenden Saison ein virtuelles Rennen um eine Million Dollar. Bei der Road to Vegas Challenge qualifizieren sich zehn Personen über eine Rennsimulation. Teilnehmer bewerben sich online und fahren die Rennen am heimischen Rechner. Dazu benötigen sie die Software rFactor 2, ein Lenkrad sowie Fuß-Pedale.

Die zehn schnellsten Fahrer reisen zum Finale nach Las Vegas, wo sie in Rennsimulatoren gegen die 20 Fahrer der Formel E antreten. Die Gewinner teilen sich das Preisgeld in Höhe von einer Million Dollar. Das Finale findet im Januar 2017, zeitgleich mit der Consumer Electronic Show (CES) statt.

 

In Las Vegas geht es für zehn Fans um eine Million Dollar:

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