Offshore-Energie: Vattenfall baut Günstigwindpark auf dem Meer

Offshore-Energie: Vattenfall baut Günstigwindpark auf dem Meer

von Benjamin Reuter

Offshore-Windkraft sei teuer, heißt es immer wieder. Doch das stimmt nicht mehr.

In Dänemark entsteht der wohl günstigste Offshore-Windpark der Welt. Wie das dänische Klima-, Energie- und Bauministerium jetzt bekannt gab, wird die Windsparte des schwedischen Unternehmens Vattenfall das Horns Rev 3 genannte Projekt bauen und betreiben. Die Schweden haben sich damit in der Ausschreibung des Ministeriums gegen Statoil aus Norwegen, E.ON aus Deutschland und Dong Energy aus Dänemark durchgesetzt.

Das Besondere: Vattenfall will den Strom der Windfarm zwölf Jahre lang für 10,31 Eurocent pro Kilowattstunde liefern, nach dieser Zeit muss das Unternehmen den Strom zu Marktpreisen verkaufen. Das ist sehr viel günstiger als bei vergleichbaren Projekten. In Großbritannien liegt die Vergütung für Offshore-Windstrom derzeit bei rund 15 Cent pro Kilowattstunde (über 15 Jahre plus Inflationsausgleich), ebenso wie in Deutschland, wo die Vergütung über zwölf Jahre gezahlt wird.

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30 Prozent mehr StromausbeuteHorns Rev 3 ist auch deutlich günstiger als die Anholt Windfarm, der letzte große Meereswindpark, der in Dänemark gebaut wurde. Dort kostet der Strom die Verbraucher rund 14 Eurocent pro Kilowattstunde. Mit dem Projekt Horns Rev 3, das rund 30 Kilometer vor der dänischen Küste liegt und 400 Megawatt Leistung bringen soll, tritt die Offshore-Windkraft zudem in ernsthafte Konkurrenz zur Windkraft an Land.

Zwar produzieren Onshore-Windmühlen Strom schon für fünf bis acht Cent pro Kilowattstunde, allerdings läuft die Vergütung hier meist über 20 Jahre. Außerdem liefert eine Windturbine auf dem Meer laut Siemens rund 30 Prozent mehr Strom als an der Küste, weil der Wind stärker und stetiger weht. Der deutsche Offshore-Windpark Alpha-Ventus schafft zum Beispiel rund doppelt so viele Volllaststunden wie ein Windpark an Land.

Der gesamte Windpark Horns Rev 3 soll 2020 ans Netz gehen, erste Turbinen werden schon 2017 Strom liefern. Die dänische Regierung rechnet damit, dass der Bau des Windparks rund 7000 Arbeitsplätze schaffen wird. Der produzierte Strom wird rechnerisch 450.000 Haushalte versorgen können.

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