Per Auto, Rad und Bahn: BMW entwickelt Verkehrsbutler für schnellsten Weg zum Ziel

Per Auto, Rad und Bahn: BMW entwickelt Verkehrsbutler für schnellsten Weg zum Ziel

von Benjamin Reuter

BMW hilft seinen Kunden umzusteigen, "wenn es effizienter ist".

Auch in diesem Jahr ist WiWo Green Medienpartner der GreenTec Awards, einem der größten Preise für grüne Technologien, Initiativen und Unternehmen in Europa. Die Awards werden heute Abend in Berlin verliehen. Der Gewinner in der Kategorie Automobilität ist in diesem Jahr BMW mit einem Intermodalen Routenplaner. Was sich dahinter verbirgt, lesen Sie hier:

Als BMW mit dem E-Auto i3 seinen Großversuch in Sachen Elektromobilität ankündigte, waren viele Experten skeptisch: Ein Elektroauto aus Karbon, kann das gut gehen? Außerdem bewarb der bayerische Autobauer sein Fahrzeug als ersten speziell für die Megacities der Zukunft konzipierten Wagen. Das leuchtet ein, sind doch E-Autos gerade für vergleichsweise kurze Strecken prädestiniert, die Pendler täglich zur Arbeit zurücklegen.

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Aber BMW verfolgt mit dem Megacity-Label noch ein weiteres, durchaus überraschendes Ziel: Das Auto soll künftig nicht mehr nur das einzig seelig machende Verkehrsmittel sein, nein es tritt quasi gleichberechtigt neben die anderen: Busse, Trams, S-Bahnen, Fahrräder und natürlich die Beine.

Vom Auto in die BahnFür Fahrer des i3 (und des Hybrid-Sportwagens i8) hat die IT-Abteilung des Unternehmens nun eine Software entwickelt, die den Nutzern die schnellste Route von A nach B anzeigt; inklusive aller Alternativen zum Auto. Das Programm ist eine Art Verkehrsbutler, der zudem freie Parkplätze und Lademöglichkeiten für das E-Auto anzeigt.

“Der multimodale Routenplaner ist eines der Beispiele für das ganzheitliche Mobilitätskonzept von BMW i", sagt Elmar Frickenstein, der die Entwicklung des Programms verantwortete. Das könne auch bedeuten, das Fahrzeug abzustellen, um andere Verkehrsmittel zu nutzen, wenn diese Staus vermeiden oder effizienter sind.

Nun wird mancher Leser denken, dass es ähnliche Apps mit Moovel von Daimler schon gibt und auch Google mit seinen Maps alle Arten von Verkehrsmitteln anzeigt.

Allerdings fehlt bei diesen Apps meist die Integration über mehrere Geräte, die Informationen weitergeben. So führt den Fahrer im i3 zum Beispiel das Navigationssystem bis zu einem Park & Ride Parkplatz. Steigt der Fahrer dann in die S-Bahn um, führt ihn das Smartphone weiter - mit integrierter Funktion zum Ticketkauf. In der Stadt angekommen, kann der Fahrer auf ein Leihfahrrad von Call a Bike der Deutschen Bahn umsteigen. Am Ende der Reise führt die App den Fahrer wieder zum Ausgangspunkt, also zum Auto, zurück.

Ampelphasen integriertBisher funktioniert die Navigation unter anderem in München, Berlin und Hamburg und einigen weiteren Städten auch im Ausland. Mehr sollen aber in der nächsten Zeit folgen.

Außerdem denkt der Autobauer darüber nach, die Software allen Kunden von BMW zur Verfügung zu stellen. Vielleicht nimmt sich der Autohersteller auch ein Beispiel an Daimler und macht das Programm künftig für alle Interessierten verfügbar.

Dabei hilft der Fahrdienst hilft nicht nur mit der Option eines Umstieges auf die öffentlichen Verkehrsmittel der Umwelt. In den USA berücksichtigt die Software in einigen Großstädten schon Ampelphasen, um so das optimale Fahrtempo anzuzeigen. Auch das spart Strom beim Fahren – aber auch Radfahrer dürften sich über den Service freuen.

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