Pro und kontra Fahrradwege: Das sagen unsere Leserinnen und Leser

Pro und kontra Fahrradwege: Das sagen unsere Leserinnen und Leser

von Benjamin Reuter

Radwege erhöhen die Sicherheit und fördern das Fahrradfahren – viele Biker lehnen sie dennoch ab.

Radwege sind gut und nützlich, oder? Kürzlich haben wir bei WiWo Green über die Untersuchung eines Forscherteams aus Neuseeland berichtet, das feststellte, dass Fahrradwege eine äußerst lohnenswerte Investition sind. Denn da sie Menschen dazu animieren, auf das Rad zu steigen, sparen sie Kosten, die durch Autoverkehr (schlchte Luft) und zu wenig Bewegung (schlechte Gesundheit) entstehen. Konkret berechneten die Forscher, dass jeder in Radwege investierte Dollar bis zu 24 Dollar an anderer Stelle spart.

Denn: Laut der Studie sind von den Autospuren getrennte Fahrradwege das effektivste Mittel, um mehr Menschen zum Radeln zu bewegen. Zu diesem Ergebnis kam jetzt auch eine groß angelegte Studie in fünf US-Städten. Die Forscher werteten dafür mehr als 200 Stunden Videomaterial aus und befragten mehr als 3000 Bürger.

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Legten die Verkehrsplaner markierte Radwege an, verdoppelte sich die Anzahl der Radfahrer in einigen Städten sogar. Die Ergebnisse deuten auch darauf hin, dass die Radwege die Sicherheit für die Fahrer erhöhen, vor allem an Kreuzungen.

Hinzu kommt: Viele Menschen steigen nicht aufs Fahrrad, weil es ihnen zu unsicher erscheint, auf den Straßen zusammen mit Autos unterwegs zu sein. Mehr Radwege könnten genau diese Sicherheit vermitteln, geben sie an.

Alles klar also? Brauchen wir in den Städten mehr Radwege? Da sind sich nicht alle so sicher, wie die oben genannten Umfragen und Studien vermuten lassen. Vor allem die Biker selbst nicht. Denn wer einmal radelt, für den scheinen Radwege nicht mehr entscheidend für den Fahrspaß (und die Sicherheit). Ganz im Gegenteil. Viele wollen runter von den Radwegen und rauf die Straßen.

Das zeigt auch die kleine Debatte um die Frage wie nützlich Radwege sind, die sich vor einigen Wochen unter Leserinnen und Lesern von WiWo Green auf Twitter entspann. Die meisten Radfahrer, wie im Folgenden zu sehen ist, können mit Radwegen nicht viel anfangen:@wiwo_green Wenn der Platz nicht für eigene Trassen ohne Gefahrenstellen reicht, muss der Verkehr gemischt und temporeduziert werden. — Bert Ungerer (@Radpolitik) 11. September 2014@Radpolitik @wiwo_green Bert hat Recht, lieber Straße als ein schlechter Radweg — gregor honsel (@GregorHonsel) 11. September 2014@wiwo_green D perfekte #Radweg ist überhaupt vorhanden! Ohne Wurzelwerk und gebrochenen Asphalt. Durchgehend. Wenn auf Straße - Tempolimit!

— Iris Rohmann (@Iris_Rohmann) 11. September 2014@wiwo_green Ohne Radweg auf der Fahrbahn und zwar am besten VOR dem Auto und nicht auf einem Streifchen am Rand, eindeutig, ohne Frage.

— PresseRad (@PresseRad) 11. September 2014@wiwo_green Radspur auf Straße und höchstens Tempo 50 besser 30

— Daniel Pöhler (@danielpoehler) 10. September 2014@wiwo_green Ich fahr lieber auf der Straße. Allerdings sind die parkenden Autos dabei ein Problem. Tür auf - und schon knallts.

— Matthias Adler (@Mattigol) 10. September 2014@wiwo_green Lieber Straße. Gern auf eigener Spur, wie die Busspuren, mit deutlich markierten Querungen für Abbieger.

— Nullkück (@flippy556) 10. September 2014Aber eigentlich verwundert es auch nicht, dass Radfahrer häufig lieber auf der Straße fahren, als auf dem für sie vorgesehen Weg, wie dieses Beispiel aus Hamburg zeigt:Benutzungspflichtiger Radweg in Hamburg.. #Friedrich-Ebert-Damm pic.twitter.com/x3dc0qpT45

— Bart Jan Davidse (@BJDavidse) 8. Oktober 2014So viel liebevolle Planung wie im folgenden Bild aus Surrey in England zu sehen, beweisen nicht alle Verkehrstrategen. Wären Radwege mit mehr Bedacht angelegt, stünden sie vielleicht auch bei Fahrradfahrern höher in Kurs – und nicht nur bei Städtern, die es werden wollen.Because sometimes you need a place to pull over and contemplate the futility of existence. pic.twitter.com/RiuHr4cbZA

— Helge Fahrnberger (@Helge) 10. Oktober 2014

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