Produktionspanne: Tesla ruft 1100 Luxusstromer in Norwegen zurück

Produktionspanne: Tesla ruft 1100 Luxusstromer in Norwegen zurück

von Felix Ehrenfried

Dass Tesla Fahrzeuge zurückrufen muss, zeigt: Masse fordert ihren Tribut und auch Elon Musk baut keine perfekten Autos.

Eigentlich läuft bei der kalifornischen Edelstromerschmiede Tesla in letzter Zeit vieles sehr gut. Das aktuelle Spitzenfahrzeug, das Model S, belegt seit seinem Verkaufsstart im Juni 2012 die vorderen Ränge in Rankings der bestverkauften Stromer.

Gleichzeitig frohlocken Analysten, dass der Verkaufsstart des geplanten Elektro-SUVs mit dem Namen Model X, Teslas Aktienkurs zu weiteren Höhenflügen verhelfen könnte.

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Zu wenig Schmiere im Getriebe des Model SDoch auch ein Unternehmen wie Tesla ist vor klassischen Produktionspannen nicht gefeit. So erklärte das Unternehmen vor wenigen Tagen, dass es 1100 Einheiten des Model S zurückrufen werde, um einen Defekt am Getriebe zu beheben.

Dem Portal Nasdaq.com zufolge, seien Teile davon bei der Herstellung nicht mit genügend Schmierstoff versorgt worden. Die Folge: eine schnelle Abnutzung des betroffenen Teils und vorzeitiger Ausfall. Das Problem sei bei rund einem Prozent der 1100 betroffenen Fahrzeuge aufgetreten, erklärt Tesla-Boss Elon Musk.

Zu wenig Schmiere am Getriebe haben allerdings nur Fahrzeuge, die für den norwegischen Markt produziert wurden; zugleich trete der Defekt nur bei Autos in der stärksten Motorisierungsvariante auf. Tesla hat nun zusätzliche Mechaniker eingestellt. Sie sollen helfen, den Fehler innerhalb eines Monats zu beheben.

Tesla-Stromer müssen auch robust seinAuch wenn es sich bei der Rückrufaktion von Tesla vor allem um eine Vorsichtsmaßnahme zu handeln scheint: Musk und sein Team werden ihrem Anspruch, das "perfekte Elektroauto" zu bauen, nicht immer gerecht. Das ist nicht weiter verwunderlich, haben selbst etablierte Hersteller wie BMW und Volkswagen regelmäßig mit Kinderkrankheiten bei neu eingeführten Modellen zu kämpfen.

Gleichzeitig zeigt es aber auch, dass Tesla mit wachsenden Verkaufszahlen einen Massenmarkt betritt, auf dem sich das Unternehmen erst einmal beweisen muss.

Musk und sein Team müssen zeigen, dass sie nicht nur innovativ sein können, sondern auch in der Lage sind, zuverlässige und robuste Autos zu bauen. Da sie als Exoten dabei von der Fachpresse wie auch von skeptischen Kunden besonders aufmerksam beäugt werden, müssen sie umso mehr darauf achten, dass ihre Stromer wir geschmiert laufen.

Anmerkung vom 3.12.2014: In der ursprünglichen Version des Textes war von einem Fehler an der Kupplung die Rede. Jedoch handelt es sich bei dem Fehler um ein Problem am Getriebe des Model S. Die entsprechende Stelle wurde angepasst.

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