Project Sunroof: Google will Solaranlagen schmackhaft machen

Project Sunroof: Google will Solaranlagen schmackhaft machen

von Angela Schmid

Mit "Project Sunroof" misst Google, wie viel Sonnenenergie ein Dach erreicht - und ob sich eine Solaranlage lohnt.

Google will Hausbesitzer von Solaranlagen überzeugen: Mit dem „Project Sunroof“ wollen die Kalifornier ermitteln, wie viel Sonnenenergie auf dem Dach ankommt und ob sich eine Solaranlage lohnt.

Dafür nutzt der Suchmaschinen-Gigant Satellitenaufnahmen aus Google Maps und vereint diese mit 3D-Modellen zu einer Karte. Ganz neu ist die Idee nicht. In Deutschland haben bereits einige Stadtwerke das Erstellen von Solarkataster als neues Geschäftsfeld entdeckt. In den USA hingegen ist das Neuland. Und damit ein Markt, den der US-Internetkonzern erobern will.

Anzeige

In Deutschland müssen sich Interessenten aber noch gedulden. Wann und ob der Service hierzulande genutzt werden kann, ist noch unklar. Zuerst tastest sich der Suchmaschinen-Gigant in den USA an den Standorten in der San Francisco Bay Area, in Fresno, Kalifornien und im Großraum Boston an der Ostküste, wo das Entwicklerteam sitzt, vor.

Und so soll es funktionieren: Der Hausbesitzer findet durch die Eingabe seiner Adresse auf der neuen Online-Plattform nicht nur heraus, wie viel Sonne auf sein Dach fällt. Auch die Größe der Dachfläche, die Ausrichtung und mögliche Hindernisse wie Schatten von Bäumen und anderen Objekten - sowie alle möglichen Sonnenpositionen - werden ermittelt.

Project Sunroof ist der nächste Schritt in die ErneuerbarenDies verrechnet das System mit der zu erwartenden Zahl der Sonnenstunden im Jahr, woraus sich die zu erwartende Rendite ergibt. Links zu örtlichen Solaranbietern inklusive. Die Website gibt auch Auskunft über die voraussichtlichen Kosten und bietet Tipps zur Finanzierung. Das soll auch unsichere Hausbesitzer und Solarmuffel vom Sinn einer Anlage überzeugen, wenn das Dach geeignet ist.

In einem aufwendigen Werbevideo erklärt der Internetgigant das Konzept:

Google hat seinen Blick schon seit Jahren auf den Markt der erneuerbare Energien geworfen. Das US-Internetunternehmen hat in das weltweit größte Solarkraftwerk in der amerikanischen Mojave-Wüste in der Nähe von Las Vergas investiert. 2013 hatte es Makani übernommen, ein auf Windenergie spezialisiertes Start-up und mit „Nest“ einen Anbieter für ein intelligentes Strommessgerät aufgekauft. Project Sunroof dürfte der nächste Schritt sein, die Erneuerbaren-Kompetenzen auszubauen.

 

Anzeige
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%