Report: Windkraft in den USA ist so billig wie nie

Report: Windkraft in den USA ist so billig wie nie

von Benjamin Reuter

Weltweit sinken die Preise für Erneuerbare Energie. Ein Report des US-Energieministeriums überrascht nun mit neuen Zahlen.

Der Abwärtstrend bei den Kosten für erneuerbaren Strom ist deutlich: So haben sich die Preise für Solarenergie in den vergangenen Jahren in etwa halbiert. Während die Kosten für Wasserkraft und Strom aus Biomasse seit Jahren ungefähr auf demselben Niveau verharren, sinken auch die Preise für die Windkraft.

Ein aktueller Report, den das US-Energieministeriums (PDF) in Auftrag gegeben hat, gibt jetzt einen ausführlichen Überblick der Entwicklung der Windkraft in den Vereinigten Staaten. Das Überraschendste dabei: Windstrom ist in den USA zur günstigsten Stromquelle geworden und kann auch auch mit der Erzeugung aus Gaskraftwerken mithalten.

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Das Ministerium beziffert die Kosten für eine Kilowattstunde Strom aus Windkraftanlagen, die im Jahr 2013 ans Netz gingen auf 2,5 Dollarcent (ca. 1,9 Eurocent). Strom aus neuen Kohle- und Atomkraftwerken ist in den USA ungefähr drei Mal so teuer.

Allerdings: In diesem Preis sind staatliche Förderungen wie Steuererleichterungen für Windparkbetreiber und Abnehmer des Ökostroms mit eingerechnet. Ohne diese lägen die Kosten bei rund vier Dollarcent pro Kilowattstunde.

Allerdings variieren die Preise je nach Windregion stark. Die günstigsten Anlagen stehen im Landesinneren der USA, hier werden auch die meisten Projekte verwirklicht, was die durchschnittlichen Kosten der Windstromerzeugung in den USA drückt.

Der Report gibt noch einige weitere interessante Informationen zur Entwicklung der Windkraft in den USA:

- 2013 war kein gutes Jahr für die US-Windkraft, da Unsicherheit über die Verlängerung der staatlichen Förderung herrschte. Der Zubau an neuer Windkraftleistung lag 90 Prozent unter der von 2012

- 2012 war die Windkraft bei den Kraftwerksneubauten die Nummer eins in den USA, 2013 nur noch Nummer vier

- bisher gibt es keine kommerziellen Offshore-Windparks in den USA, doch mehrere sind in Planung

- Das Technikunternehmen General Electric hat mit seinen Windkraftanlagen einen Marktanteil von 90 Prozent in den USA. Auf Siemens entfallen acht Prozent.

- Die meisten Windparks verkaufen ihren Strom direkt mit langfristigen Verträgen an Energieversorger

- Die Leistung der installierten Turbinen hat sich in den vergangenen 15 Jahren mehr als verdoppelt, ebenso wie der Rotordurchmesser. Die meisten Rotoren messen heute 100 Meter und mehr. In der Höhe wuchsen die Anlagen um rund 50 Prozent auf durchschnittlich 80 Meter im Jahr 2013.

- Die Kosten für eine Windturbine nähern sich langsam wieder denen aus den Jahren 2002 als pro Kilowatt Leistung eines Windrades im Schnitt 750 Dollar fällig wurden. Zwischenzeitlich waren die Preise auf 1500 Dollar gestiegen. 2013 waren es zwischen 900 und 1300 Dollar. Eine zwei Megawattturbine kostete 2013 damit im besten Fall 1,8 Millionen Dollar. Bis die Turbine einmal auf einem Stück Land installiert ist, sind die Kosten im Schnitt auf 1600 Dollar pro Kilowatt Leistung gestiegen. Allerdings sind die Turbinen heute auch High-Tech und ernten sehr viel mehr Wind als um die Jahrtausendwende.

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