Seatylock: Dieser Sattel ist gleichzeitig ein Fahrradschloss

Seatylock: Dieser Sattel ist gleichzeitig ein Fahrradschloss

von Felix Ehrenfried

Wer ein teures Fahrrad hat, kommt um ein schweres Schloss am Rahmen nicht herum. Ein US-Startup präsentiert nun eine Alternative.

Fahrradfahren im Alltag wird immer beliebter, längst nimmt nicht nur der Student den alten Drahtesel zur Uni, auch immer mehr Manager schmücken sich gerne mit einem edlen Zweirad.

Das freut die Fahrradindustrie einerseits, andererseits lockt der wachsende Wert der schmucken Zweiräder immer mehr Diebe an, wie die Statistik zeigt. Vor denen schützen häufig nur massive, schwere Schlösser. So wird aus dem leichten Karbonflitzer schnell ein Schwergewicht, wenn der Fahrer ein klobiges Bügelschloss transportieren muss.

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Besonders cool sieht ein massives Schloss am Rahmen auch nicht aus, von den eventuellen Einschränkungen beim Radeln ganz abgesehen.

Diesem Problem hat sich ein amerikanisches Startup jetzt angenommen und präsentiert mit Seatylock einen Fahrradsattel, der ein robustes Schloss gleich mitbringt.

So ist an der Unterseite des Sattels ein Faltschloss angebracht. Schließt der Fahrer sein Rad ab, nimmt er einfach den Sattel ab, entfaltet das Schloss an dessen Unterseite und verschließt damit sein Fahrrad. So ist gleichzeitig auch der Sattel vor möglichem Diebstahl geschützt.

Mit dem Seatylock versprechen die Entwickler ein angenehmeres Fahrgefühl als beim Mitführen eines robusten Schlosses am Rahmen. Da sich das Schloss im Schwerpunkt des Fahrrads, direkt unter dem Sattel befinde, seien die Fahreigenschaften genauso wie ohne Schloss, versprechen die Erfinder.

Das Seatylock wurde angeblich an mehr als 10.000 unterschiedlichen Fahrrädern getestet und lässt sich mittels eines einfachen Adapters unkompliziert an nahezu jedem Bike anbringen. Dazu wird einfach der bisherige Sattel von der Sattelstütze abgeschraubt und das Seatylock montiert.

Neben der leichten Montage soll auch das Ab-und Entsperren mit dem "Schlosssattel" kinderleicht sein. Mittels eines Schnellspanners wird der Sattel vom Fahrrad gelöst, anschließend lässt sich das Schloss einfach entfalten und verschließen. Nicht mehr als 30 Sekunden soll dieser Vorgang dauern, verspricht man bei Seatylock.

Das Schloss an sich ist aus gehärtetem Stahl hergestellt, das von einer Gummischicht umzogen ist, um den Fahrradrahmen vor Kratzern zu bewahren. Auch der Schließzylinder soll vor Angriffen geschützt sein und versteckt sich in einem Gehäuse aus gehärtetem Stahl.

Anbieten wollen die Erfinder von Seatylock ihren Spezialsattel in zwei Varianten: Trekking, für die eher sportlichen Alltagsfahrer und Comfort für Fahrer, die einen komfortableren Sattel wünschen.

Gewichtsmäßig liegen die beiden Varianten dabei bei 1,3 Kilogramm (Trekking) und 1,4 Kilogramm (Comfort).

Um das Seatylock zur Marktreife zu bringen, haben die Erfinder jetzt eine Crowdfundingkampagne auf Kickstarter ins Leben gerufen. Hier sollen bis Mitte November mindestens 40.000 US Dollar (rund 31.500 Euro) Kapital zusammenkommen. Das Geld dient der Produktion der ersten Testserien. Mitte März 2015 schon könnte die offizielle Auslieferung des Seatylock starten. Kostenpunkt für den Schloss-Sattel-Hybrid: Rund 129 US-Dollar (ca. 100 Euro).

Hier noch ein Video zum Seatylock:



 

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