Smarter Wasserboiler: Investoren stecken zwei Millionen US-Dollar in Startup

Smarter Wasserboiler: Investoren stecken zwei Millionen US-Dollar in Startup

von Felix Ehrenfried

Das Startups sich über Crowdfunding finanzieren ist mittlerweile normal. Jetzt rufen die Erfolge Investoren auf den Plan.

Crowdfunding ist zu einer beliebten Methode für Startups und Kreative geworden, das erste Kapital für die Umsetzung ihrer Idee einzuwerben. So sammelte das Startup Onewheel für sein motorbetriebenes Skateboard mehr als 600.000 US-Dollar (rund 440.000 Euro). Der Schwede Frederik Gertten hat für seinen Dokumentarfilm über Fahrräder mehr als 80.000 US-Dollar (rund 58.000 Euro) an Startkapital generiert.

Einer Untersuchung des kalifornischen Beratungsunternehmens Clarity zufolge, hat sich das Investitionsvolumen im Crowdfunding von rund 1,5 Milliarden US-Dollar (ca. 1,1 Milliarden Euro) im Jahr 2011 auf 5,1 Milliarden US-Dollar im Jahr 2013 mehr als verdreifacht.

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Was jetzt aber dem Unternehmen ISI Technology passiert ist, dürfte Startup-Fans Freudentränen in die Augen treiben: Nachdem sie für ihr Produkt, einen digitalen Wasserboiler, bei einer Kickstarter-Kampagne mehr als 400.000 US-Dollar (292.000 Euro) eingesammelt haben, sind mehrere Investoren auf ihr Projekt aufmerksam geworden.

Die wollen den Boiler mit dem Namen Heatworks Model 1 so schnell wie möglich im Handel sehen und haben dafür weitere zwei Millionen US-Dollar (rund 1,5 Millionen Euro) an Kapital springen lassen. Wie der Blog Cleantechnica meldet, soll das zusätzliche Investment dafür sorgen, dass es den Boiler schon Ende dieses Jahres zu kaufen gibt.

Doch was versteckt sich hinter dem Produkt, das so beliebt bei Investoren ist?Nach Angaben von ISI Technology CEO Jerry Callahan handelt es sich bei dem Heatworks Model 1 um den ersten digitalen Wasserboiler der Welt, der "dank einer neuartigen Architektur zuverlässig warmes Wasser produziert, wann immer man es braucht und in genau der Temperatur, die man braucht."

Gut gebrüllt Löwe, könnte man nun denken, denn solche Boiler gibt es schon wie Sand am Meer. ISI stellt aber heraus, dass der Wasserboiler keine Bauteile aus Metall besitzt, die rosten oder lecken könnten. Geheizt wird das Wasser im Inneren des Boilers per Strom und mit Elektroden aus Graphit, die Steuerung des Geräts hat keinerlei bewegliche Teile, sodass so gut wie keine Wartung nötig sein soll.

Dabei ist der Wasserboiler relativ klein, 30 Zentimeter lang und hat einen Durchmesser von 15 Zentimetern. Im Inneren verstecken sich neben den Heizelementen außerdem Module für die Einbindung in ein Smart Grid System und ein WiFi-Empfänger. Über den sollen zukünftige Besitzer das Model 1 steuern und laufend aktuelle Daten zum Wasserverbrauch- oder temperatur abrufen können. Das und nicht die Heiztechnik ist das eigentlich Besondere an dem Gerät.

Dank der Technik soll jeder Hausbesitzer in Zukunft sein Wasser ohne einen Warmwassertank heizen können. Das Heatworks Model 1 soll das Wasser sozusagen "im vorbeifließen" wie ein Durchlauferhitzer erwärmen. Das soll bis zu zehn Prozent Wasser und 40 Prozent an Wasserheizkosten einsparen, erklären die Entwickler. Außerdem soll es möglich sein, je nach Hausgröße mehrere der Boiler zusammenzuschließen, um auch größere Gebäude mit Warmwasser zu versorgen.

Wenn das Heatworks Model 1 Ende des Jahres in die Läden kommt, soll der Preis bei 395 US-Dollar (rund 290 Euro) liegen. Dann wird sich für die Investoren zeigen, ob sie den richtigen Riecher gehabt haben.

Hier noch ein Video, in dem CEO Jerry Callahan seinen Wasserboiler erklärt:



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