Solar-Drohne: US-Entwicklung steht kurz vor der Produktion

Solar-Drohne: US-Entwicklung steht kurz vor der Produktion

von Peter Vollmer

Der "Silent Falcon" ist klein, leicht, lautlos - und solarbetrieben. Die Drohne hat nun ihren ersten Testflug absolviert.

Der „stille Falke“ sieht aus wie ein Flugzeug, das hilflos vor eine Landschaft der US-Südstaaten gefotoshopt wurde. Doch er fliegt tatsächlich – auch wenn die langen Tragflächen und der schmale Korpus ungewohnt aussehen. Damit haben die Entwickler der Silent Falcon UAS Technologies (FSUAS) im Rennen um die Marktreife kleiner Drohnen einen weiten Schritt nach vorne gemacht.

Zwar konnten die Bewohner von Albuquerque im US-Bundesstaat New Mexico, wo FSUAS seinen Sitz hat, die Solar-Drohne schon zuvor in der Luft sehen, doch vergangene Woche flog der „Silent Falcon“ erstmals mit Solarenergie.

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Leichtgewicht mit elf Kilogramm

Möglich machen dies dünnste Solartragflächen der Firma Ascent Solar, die an der Entwicklung der Drohne beteiligt war. Da die Drohne ansonsten überwiegend aus Karbon besteht, wiegt sie (unbeladen) nur etwa elf Kilogramm, bei einer Länge von zwei und einer Spannweite von bis zu fünf Metern.

Bis zu zwölf Stunden kann das Mini-Fluggerät mit Benzinmotor daher bei idealen Bedingungen fliegen. Der eingebaute Lithium-Ionen-Akku ermöglicht davon immerhin bis zu fünf Stunden Flugzeit.

Für eine solche Zeit fällt die Reichweite von bis zu 50 Kilometern aber eher mager aus, da die Drohne eine Spitzengeschwindigkeit von bis zu 112 Stundenkilometer erreicht. Insgesamt mache aber der Silent Falcon „eine erweiterte Flugzeit für Missionen möglich“, schwärmt Ascent-Solar-CTO Joseph Armstrong.

Über sechs Kilometer Flughöhe soll der Silent Falcon erreichen und dank einer eigens entwickelten Antriebstechnologie ab 60 Meter Höhe nicht mehr zu hören sein. Das und seine zahlreichen Infrarot-, Bildmessungs- und weitere Sensoren zeigen aber auch: Die Entwickler hatten mit der Drohne durchaus militärische Einrichtungen als Abnehmer im Auge.

Solar-Drohne vor der MarktreifeSchade, denn Drohnen können durchaus sinnvoll eingesetzt werden – etwa um Post klimaschonend durch die Emirate zu fliegen oder um abgelegene kenianische Dörfer mit Gütern zu versorgen.

Möglich wäre das mit dem Silent Falcon natürlich auch, und vielleicht schon sehr bald. SFUAS-Chef John Brown hält seine Drohne bereits für marktreif und will nun in die Produktion gehen – wenn auch zunächst im kleineren Rahmen.

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