Solar-Fassaden: Farbenfroh und warm dabei

Solar-Fassaden: Farbenfroh und warm dabei

von Wolfgang Kempkens

Bunt und warm: Fassaden aus Stahl können die Sonnenwärme speichern und sparen damit Heizkosten.

Die Wärme der Sonne wird schon seit Jahrhunderten genutzt - in teils einfachster Form. Die Sonne scheint auf einen Gegenstand und dieser erwärmt sich. Das gilt auch für Fassaden. Deshalb arbeiten derzeit gleich zwei größere Unternehmen daran, die Wärmegewinnung durch Häuserwände zu optimieren.

Die Solarkollektoren des indischen Stahlkonzerns Tata Steel und von dessen indisch-luxemburgischem Konkurrenten ArcelorMittal sind im Grunde hohle, kastenförmige Fassadenelemente. Die Infrarotstrahlen der Sonne erwärmen die Luft im Inneren dieser Kästen, die dann ins Heizsystem von Bürogebäuden und großen Mehrfamilienhäusern geleitet wird.

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Vor allem an kalten Frühlings- und Herbsttagen reicht das oft, sodass die Heizung gar nicht laufen muss. Im Sommer wird die gesammelte Wärme genutzt, um Wasser zu erwärmen. Überschüsse können mit Hilfe einer Absorptionskältemaschine sogar in Klimakälte umgewandelt werden.

Im Winter dienen die Fassadenelemente immerhin noch als Wärmeisolatoren, sorgen also dafür, dass die warme Luft im Haus bleibt. Und beleben die kalt-graue Jahreszeit auch farblich, denn es gibt die Elemente auch in bunten Versionen.

Auf dem Weg zum NullemissionshausDie ArcelorMittal-Fassadenelemente sind übersät mit winzigen Bohrungen. Da im Inneren ein leichter Unterdruck herrscht, wird Luft von außen angesaugt. Im Inneren erwärmt sie sich und wird in die Heizungsanlage eingespeist.Die Systeme der beiden Stahlkonzerne sind sowohl für Neubauten als auch für den Gebäudebestand geeignet, sofern Fassaden saniert werden müssen.

"Mit diesen Fassadenelementen kommen wir dem Ziel des Nullemissionsgebäudes näher", sagt Heinz Hempowitz, der für das Tata-Fassadengeschäft zuständig ist. Tata Steel Europe ist nach ArcelorMittal der zweitgrößte Stahlhersteller in Europa.

Colorcoat Renew SC nennt Tata Steel seine Fassadenelemente. ArcelorMittals Version heißt SolarWall. Beide Systeme sollen 30 bis 40 Jahre lang halten. Die farbige Oberfläche soll nach derart langer Zeit noch so ansehnlich sein wie am Anfang.

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