Solarenergie: Fünf Gründe, warum der Boom gerade erst begonnen hat

Solarenergie: Fünf Gründe, warum der Boom gerade erst begonnen hat

von Benjamin Reuter

Die Analysten der Citigroup verprechen der Solarenergie eine goldene Zukunft. Bisherige Vorhersagen seien zu konservativ.

Wir haben bei WiWo Green in den vergangenen Monaten zahlreiche Untersuchungen von renommierten Banken und Analysten (unter anderem der Deutsche Bank) vorgestellt, die der Solarenergie ein kräftiges Wachstum für die kommenden Jahre voraussagen.

Nun haben sich die Experten der Citigroup Bank in einem Report die Entwicklung der Photovoltaik vorgenommen. Sie machen vor allem fünf Gründe aus, warum der Anteil der Sonnenkraft im Strommix in den kommenden Jahren drastisch zunehmen wird:

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1. Solarzellen werden immer effizienter und damit günstiger für den Endnutzer, weil sie mehr Strom produzieren.

2. Kredite für die Anlagen werden günstiger, weil Banken mehr Erfahrung vor allem mit der Finanzierung von großen Solarprojekten haben.

3. Weiter fallende Kosten bei der Produktion der Solarzellen. Das US-Energieministerium hält es für wahrscheinlich, dass Strom aus Solaranlagen 2020 im Schnitt nur noch rund vier Eurocent pro Kilowattstunde kostet. Seit 2010 haben sich die Kosten für Solarstromanlagen halbiert.

4. In immer mehr Staaten ist Solarstrom günstiger als Strom aus dem Netz. Für Hausbesitzer und Unternehmer lohnt es sich deshalb, die Anlagen zu installieren und selbst zu verbrauchen. Dies ist schon länger in Deutschland der Fall. Laut der Citigroup folgen unter anderem Länder wie England, Japan und Südkorea in den nächsten Jahren.

5. Immer mehr Energieunternehmen vor allem in den USA wollen ihren Kraftwerkspark breiter aufstellen, um sich von Preisschwankungen bei Erdgas und Kohle unabhängig zu machen. Einmal installiert schwanken die Kosten bei Solaranlagen dagegen nicht mehr.

Die Folge dieser Entwicklungen ist laut den Citigroup-Analysten, dass die Schätzungen der Internationalen Energieagentur (IEA) zur Entwicklung der Solarenergie bis 2035 wohl deutlich übertroffen werden. Die IEA ist das einflussreichste Expertengremium in Energiefragen weltweit. Die Paris Agentur sieht bis 2035 weltweit Solaranlagen mit einer Leistung von rund 660 Gigawatt am Netz. Das entspricht ungefähr der Leistung von ebensovielen großen Kohlekraftwerken.

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