Solarkraft: Unternehmen verspricht Strom-Flatrate für Zuhause

Solarkraft: Unternehmen verspricht Strom-Flatrate für Zuhause

von Wolfgang Kempkens

Die Münchner Firma Beegy will mit einer Strom-Flatrate Kunden anlocken. Die Kosten insgesamt sind allerdings hoch.

Eine Telefon- oder Internet-Flatrate ist längst nichts Ungewöhnliches mehr. Damit können Verbraucher unbegrenzt telefonieren oder im Netz surfen. Das Münchner Unternehmen Beegy hat dieses Konzept nun auf die Solaranlage übertragen: Es übernimmt die Stromrechnung, egal wie viel der Kunde verbraucht. Der Nutzer zahlt lediglich eine Servicepauschale. Ein Zwei-Personen-Haushalt etwa, der jährlich 3260 Kilowattstunden Strom verbraucht, muss 67 Euro berappen.

Die Strom-Flatrate wirkt zunächst mal überzeugend, zumal Beegy jede Kilowattstunde Minderverbrauch mit 26,4 Cent vergütet. Doch ehe es so weit ist, muss der Kunde tief in die Tasche greifen. Für Solarmodule mit einer Spitzenleistung von 3,3 Kilowatt und eine Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 8,3 Kilowattstunden kassiert das Unternehmen rund 22.250 Euro, Montage inbegriffen.

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Anderer Anbieter kann günstiger seinFür Menschen, die sich mit Unternehmen, die Solaranlagen montieren, warten und bei Bedarf reparieren, nicht befassen wollen, kann das Sorglos-Paket attraktiv sein. Beegy verspricht, die Anlage und ein mitgeliefertes Messgerät rund um die Uhr zu überwachen, um eine optimale Nutzung des Stroms sicherzustellen. Das sogenannte Beegy Gateway managt den Strom für den Verbraucher.

Wenn mehr Strom erzeugt als verbraucht wird, fließt dieser in die Batterie. Nur wenn es doch noch einen Überschuss gibt, lenkt der Manager ihn ins öffentliche Netz. Mit dem Beegy-Dienstleistungspaket könne der Kunde „in seine persönlich Energiewende einsteigen“, sagt Christian Feißt, der Geschäftsführer des Unternehmens.

Wechsel nach einem Jahr möglichDie Servicegebühr muss mindesten ein Jahr lang gezahlt werden. Dann kann der Kunde zu einem Stromlieferanten eigener Wahl wechseln. Damit verliert er zwar die Serviceleistungen, spart aber eine Menge ein. Wenn er 60 Prozent seines Solarstroms selbst verbraucht, muss er rund 30 Euro pro Monat an seinen Versorger zahlen statt 67 für den Servicevertrag. Für Wartung und Reparaturen muss er dann selbst aufkommen.

Das blüht ihm aber auch bei Beegy nach zehn Jahren. Dann laufen Servicevertrag und Garantie aus. Der Kunde kann den Service dann weiterhin in Anspruch nehmen, aber: „Wie hoch diese Gebühr dann sein wird, können wir heute noch nicht sagen, außer dass sie natürlich deutlich reduziert sein wird“, verlautet aus dem Unternehmen.

 

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