SolPad: Smarte Solaranlage liefert auch Internet

SolPad: Smarte Solaranlage liefert auch Internet

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Das SolPad soll neben seinen anderen Aufgaben auch als Internet-Hotspot dienen. (SunCulture Solar)

von Angela Schmid

Batteriespeicherung, Wechselrichtersystem, intelligente Software – das SolPad soll alles sinnvoll in einem Gerät vereinen.

Das kalifornische Start-up SunCulture Solar hat einen Multifunktionsapparat entwickelt, der den Umgang mit Solarenergie deutlich vereinfachen soll: Das SolPad“ kombiniert eine Batteriespeicherung, ein Wechselrichtersystem und intelligente Software, die den Nutzer einbindet und mit ihm interagiert.

Er habe „ein einfaches, ansprechendes und integriertes Gerät" entwickeln wollen, erklärt CEO Christopher Este. Damit werde Solarenergie der Mehrheit der weltweiten Bevölkerung und ihrem steigenden Energiebedarf noch zugänglicher gemacht, und zwar ohne die Notwendigkeit der Errichtung teurer Netzinfrastrukturen.

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Este behauptet, dass aufgrund der Miniaturisierung und der Integration zahlreicher Komponenten in einem einzigen Gerät die Kosten der installierten Solar- und Stromspeicherung um bis zu 50 Prozent sinken können.

Module einfach zu kombinieren

Die für das Dach konzipierten Module speichern sowohl Sonnen- als auch Netzstrom mit Feststoffbatterien. Sie sollen sicherer als die herkömmlichen Lithium-Ionen-Batterien sein, über ein breiteres Temperaturspektrum und eine längere Lebensdauer verfügen. Die Module sind zudem einfach mit einander zu kombinieren. Hausbesitzer können mit einem Modul starten und bei Bedarf weitere hinzukaufen. Dies reduziere die Einstiegshürde, so der CEO.

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Eine Photovoltaik-Zelle im Testlabor des Technikums beim Solarzellen-Hersteller Q-Cells in Thalheim. Quelle: dpa

Der Wechselrichter stellt automatisch fest, wann er Sonnenenergie oder Strom aus dem lokalen Versorgernetz laden soll. Er passt sich an bewölkten oder regnerischen Tagen sowie bei sich verändernden lokalen Strompreisen an. Während der teuersten Stunden des Tages wird auf gespeicherten Batteriestrom umgeschaltet, auf Netzstrom, sobald der Strompreis niedrig ist. Damit würde das Gerät die Stromnetze entlasten - zumindest teilweise.

Eine der revolutionärsten Funktionen des SolPad ist nach Angaben des CEO, dass es auch als Hotspot für das Internet dient. „Jetzt steht dem Verbraucher sowohl Strom als auch das Internet an einem Ort zur Verfügung. Diese Funktion ist besonders in Entwicklungsländern wertvoll, in denen Energie und Internet nicht überall verfügbar sind.“ Einen Preis kann das Unternehmen noch nicht nennen, der Vorverkauf werde aber "sehr bald" starten.

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