Stecker-Chaos bei E-Bikes: Startup baut Ladestation für alle

Stecker-Chaos bei E-Bikes: Startup baut Ladestation für alle

von Wolfgang Kempkens

Bisher waren Ladestationen für E-Bikes oft nicht alltagstauglich. Das Startup Bike Energy hat jetzt eine Station entwickelt, die das Laden perfektionieren soll.

E-Bikes, also Fahrräder mit Batterieantrieb, sind derzeit schwer in Mode auf den Straßen der Städte. Immer öfter zieht es die Radler aber mit Elektrounterstützung auch in die Berge. Hier stellt sich allerdings die Frage: Wie lässt sich der leere Akku auf der Alm wieder aufladen?

Kein Problem, könnte man meinen, denn eine Steckdose findet sich immer. Wenn die allerdings nicht zu erreichen ist und stattdessen eine Ladestation zur Verfügung steht, wird es kompliziert. Denn das Kabel der Stationen passt nicht unbedingt an jedes Fahrrad. An den Akkus der E-Bikes finden sich bis zu zwölf unterschiedlich geformte Buchsen.

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Das Startup Bike Energy aus Österreich will dem Ladefrust ein Ende machen und hat jetzt seine Stationen mit Adaptern für die meisten der 1500 Pedelec-Typen ausgestattet, die es auf dem Markt gibt. „Wir können mindestens 80 Prozent aller Räder über Adapter mit Strom versorgen“, sagt Rupert Stranger, der das Unternehmen gemeinsam mit Volkmar Schitter gegründet hat.

Am Deutschen Museum in München und an einer Almhütte in der Hochkönig-Region bei Berchtesgaden gibt es deren Ladestationen in Deutschland schon. 35 weitere versorgen Einheimische und Urlauber im Salzburger Land.

Ein weiteres Merkmal der Ladestationen: Sie verfügen über eine intelligente Analyseeinheit. Wenn das E-Bike an die Ladestation angeschlossen ist ermittelt diese zunächst den Ladezustand und den Batterietyp. Davon hängt es ab, wie der jeweilige Akku geladen wird. Manche vertragen höhere, manche niedrigere Ladeströme.

Und auch die Spannung ist unterschiedlich. „Im Schnitt geht das Aufladen viermal schneller als mit dem heimischen Ladegerät“, sagt Stranger. Wenn der Akku voll ist wird der Ladevorgang automatisch beendet. Das wird auch auf dem Display angezeigt. Mindestens zwei Räder können gleichzeitig geladen werden. Die Stationen lassen sich um mehrere Anschlüsse erweitern.

„Meist reicht eine Stunde Ladezeit, um den Heimweg wieder mit Unterstützung durch den Elektromotor bestreiten zu können“, sagt Stranger. Bezahlt werden die Stationen, die es ab 2300 Euro netto gibt, von denen, vor deren Tür sie aufgestellt werden. Dort sollen sie, so die Unternehmensphilosophie, E-Biker anlocken. Aus diesem Grund zahlen die Kunden in der Regel nichts für das Aufladen ihrer Batterien.

Hier gibt es noch ein Video der neuen Ladestation:

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