Streetscooter: Der elektrische Stadtflitzer aus dem 3D-Drucker

Streetscooter: Der elektrische Stadtflitzer aus dem 3D-Drucker

von Tobias Finger

In nur einem Jahr haben Forscher ein Elektro-Auto für die Stadt gebaut. Kein Wunder: Die Teile für den Streetscooter wurden gedruckt.

3D-Drucker können mittlerweile fast alles drucken: ob Waffen, Kleidung oder Essen. Auch Autos kommen mittlerweile aus den Printern, so auch an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) in Aachen.

Dort hat ein Team um Achim Kampker in nur einem Jahr den „StreetScooter C16“ entwickelt, einen Elektro-Kleinwagen, der zum Großteil aus dem Drucker stammt. Zum Einsatz kam dabei der weltweit größte Multimaterial-3D-Drucker, der Objet1000 der amerikanischen 3D-Printing-Experten von Stratasys. Bei der diesjährigen „EuroMold“-Messe in Frankfurt wurde das wendige E-Mobil jetzt auch vorgestellt.

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Umweltfreundlichkeit verpackt in außergewöhnlichem DesignDie Ingenieure vom Produktionsbereich E-Mobility in Aachen begannen mit der Planung schon 2010 und hatten sich zum Ziel gesetzt, eine ernst zu nehmende, umweltfreundliche Konkurrenz zur konventionellen Automobilität zu designen. Der Streetscooter soll durch sein Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen. Und da die meisten seiner Bauteile aus dem 3D-Drucker-kommen, soll er nachhaltiger als konventionell gefertigte Autos sein.

Denn neben der Kunststoffkarosserie sind zum Beispiel auch die Stoßfänger und Türverkleidungen aus dem Objet 1000, der den Kunststoff ABS der Firma Stratasys verwendet. Das außergewöhnliche Design des Streetscooters erinnert ein wenig an den Renault Twizy.

450 Kilo Gewicht und 100 Kilometer ReichweiteDer C16 wiegt ohne die Batterie 450 Kilogramm. Mit einer Reichweite von mindestens 100 Kilometern und einer Spitzengeschwindigkeit von 100 Kilometern pro Stunde, ist er für den Stadtverkehr prädestiniert. Wenn der Streetscooter in Serie geht, wird sein Preis wohl bei etwa 10.000 Euro liegen.

Auch die Teile der Serienfahrzeuge sollen dann aus dem Objet1000 kommen, dessen enormes Printbett mit einem Meter mal 80 Zentimetern den Druck aller Bau-Teile ermöglicht.

Während in den USA mit Local Motors bereits ein StartUp die Automobilindustrie kräftig wachrüttelt, laufen deutsche Unternehmen noch hinterher, wenn es darum geht, Autos zu drucken. Die Ingenieure der RWTH bringen mit dem Streetscooter den 3D-Druck von Autoteilen jetzt auch nach Deutschland.

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