Studie: Preise für Windstrom können 2015 um bis zu 20 Prozent sinken

Studie: Preise für Windstrom können 2015 um bis zu 20 Prozent sinken

von Benjamin Reuter

Strom aus Windparks wird immer billiger. Selbst viele neue Windmühlen erhöhen die Kosten der Energiewende daher kaum.

Strom aus Windkraftanlagen gehört heute schon zu den günstigsten Formen erneuerbarer Energie. Neue Mühlen an sehr guten Standorten an der Küste liefern die Energie sogar billiger als neue Kohlekraftwerke.

Nun zeigt eine aktuelle Studie des Berliner Think-Tanks Agora Energiewende: Schon im kommenden Jahr könnte die Einspeisevergütung, die Anlagenbetreiber per Gesetz für ihren Strom erhalten, um 10 Prozent an windschwächeren Standorten und um 20 Prozent an windstärkeren Standorten sinken.

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Windstrom in Deutschland würde dann zwischen 5,2 Cent an der Küste und 8,9 Cent im Landesinneren kosten. In den Jahren darauf soll die Vergütung schrittweise weiter sinken.

Die Studie wurde von der Deutschen Windguard erstellt, einem Beratungsunternehmen im Bereich Windkraft. Agora Energiewende will sich mit der Untersuchung auch in die Diskussion um die Reform des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes einmischen. Denn bisher sieht die Regierung den Bau neuer Windanlagen mit einer Leistung von zwei bis 2,5 Gigawatt pro Jahr vor.

Laut Agora Energiewende wären aber auch drei Gigawatt ohne große Mehrkosten möglich. "Der jährliche Zubau von drei Gigawatt anstelle von zwei Gigawatt Wind Onshore erhöht die EEG-Umlage nur um etwa 0,06 Cent pro Kilowattstunde pro Jahr“, sagt Patrick Graichen, Leiter des Berliner Think-Tanks. Derzeit beträgt die EEG-Umlage 6,24 Cent pro Kilowattstunde.

Für einen Singlehaushalt mit 1200 Kilowattstunden Verbrauch pro Jahr bedeutete ein schnellerer Ausbau der Windkraft also lediglich Mehrkosten in Höhe von 72 Cent pro Jahr.

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