Tesla: Megafabrik für Akkus wird noch in diesem Jahr fertig

Tesla: Megafabrik für Akkus wird noch in diesem Jahr fertig

von Felix Ehrenfried

Der Elektroautobauer Tesla errichtet derzeit die größte Batteriefabrik der Welt. Der Baufortschritt ist enorm.

Auch wenn Elon Musk, Chef der Stromerschmiede Tesla, auf seine aktuellen E-Automodelle, das Model S und bald das Model X überaus stolz ist: Die größte Revolution in Sachen E-Mobilität steht bei Tesla noch bevor.

Denn bereits 2017 will Musk mit seinem Team das sogenannte Model 3 auf dem Markt bringen: Ein Elektroauto, das dank riesigem Produktionsvolumen und ausgereifter Technik ein Stromer für Jedermann, also auch für den kleineren Geldbeutel werden soll.

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Dafür muss Musk seine Produktion hoch- und die Kosten runterschrauben. Um den Preis radikal zu senken, sollen vor allem die Akkus in den Autos billiger werden.

Für aktuelle Modelle lässt Tesla die Batterien noch zuliefern, jedoch baut das Unternehmen in der Wüste Nevadas derzeit an einer riesigen Akkufabrik, die in Zukunft die Stromspeicher für alle Tesla-Modelle produzieren soll.

Dank dieser Gigafactory soll das Model 3 in knappen drei Jahren für lediglich 35.000 US-Dollar (rund 31.500  Euro) auf den Markt kommen. Gegenüber aktuellen Modellen, die alle jenseits der 70.000 Euro liegen, ist das fast ein Schnäppchen.

2017 soll der "Massen-Tesla" kommen

Auf dem unternehmenseigenen Blog schreibt Tesla, dass die Gigafactory mehr Batterien produzieren könne, als alle Batteriehersteller weltweit zusammen. Dabei soll die Produktion klimaneutral funktionieren - riesigen Solarpanels auf dem Dach der Fabrik und nahegelegenen Windanlagen sei Dank.

Dass es Musk mit der Gigafactory ernst meint, zeigen aktuelle Bilder, die vor wenigen Tagen im Blog Greencarreports erschienen sind. Sie zeigen die riesige Baustelle der Batteriefabrik, der Rohbau des Gebäudes steht bereits.

Die Gesamtkosten des Projekts liegen laut Tesla bei vier bis fünf Milliarden US-Dollar (rund 3, 6 bis 4,5 Milliarden Euro). Knapp die Hälfte davon investiert Tesla direkt, der Rest wird von Partnerunternehmen beigesteuert. Nach eigenen Angaben liegt das Unternehmen beim Bau im Zeitplan, der eine Fertigstellung der Fabrik bis Ende des Jahres vorsieht.

Dass es mit dem Bau schnell vorangehen muss, ist aber auch klar. Will Musk bereits 2017 eine riesige Stückzahl an leistungsfähigen, selbst produzierten Batterien in seinem Massen-Stromer einsetzen, hat er aktuell gerade einmal zwei Jahre Zeit, um den Bau der Fabrik fertig zu stellen, Batterien zu produzieren und zu testen.

Musk's Rechnung: 2020 wird Tesla rund eine halbe Millionen Stromer jährlich verkaufen, die mit Batteriepacks aus der hauseigenen Fabrik versorgt werden.

Der Plan ist ambitioniert, auch in Anbetracht der Tatsache, dass Tesla mit der Auslieferung des aktuellen Model X, einem SUV mit Flügeltüren und Elektromotor hinterherhinkt. Aktuell soll der Wagen im dritten Quartal dieses Jahres auf den Markt kommen.

Kann Tesla auch Batterien?Ob es Tesla schnell gelingt, Batterien im großen Stil zu produzieren, bleibt abzuwarten. Zwar hat Musk mit Panasonic und weiteren Kooperationspartnern erfahrene Unternehmen in Sachen Batterieherstellung dabei, jedoch ist eine derart riesige Produktion auch für markterfahrene Unternehmen neu.

Außerdem muss Tesla erst einmal zeigen, dass die eigenen Akkus ähnlich gut wie die der etablierten Hersteller sind. Denn auch die haben von Zeit zu Zeit mit Problemen, wie brennende Akkublocks zu kämpfen, was schnell zu einem Imageschaden führen kann.

Nicht auszudenken, was das für das Bild von Tesla bedeuten könnte, sollten die selbstgebauten Akkus Fehler aufweisen. So sollten ausgiebige Tests in der neuen Gigafactory Vorrang haben, auch wenn sich dadurch die Produktion verzögern könnte.

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