Über den Stau: China testet elektrischen Brücken-Bus

Über den Stau: China testet elektrischen Brücken-Bus

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Der TEB-1 bei einem Testlauf einen Tag vor der Eröffnung - LKW dürfte dieser Prototyp noch nicht überfahren.

von Peter Vollmer

Der "Straddle Bus", der mit seiner ungewöhnlichen Form jeden Stau einfach überfährt, hat seinen ersten öffentlichen Testlauf hinter sich gebracht.

Einfach über den Stau hinwegfahren - davon haben viele Autofahrer schon einmal geträumt. Gerade in China, wo selbst achtspurige Autobahnen schon mal verstopft sind. Ein Traum, der in Fernost nun wahr wird - in der Provinz Hebei soll künftig ein "Straddle Bus" fahren, zu deutsch "Brückenbus".

Eine erste Testfahrt gab es gestern in der Stadt Qinhuangdao. Allerdings erst mal mit einem Bussegment - künftig könnten es auch mehrere werden. Wobei der Bus damit im Grunde eher einer Bahn ähnelt.

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Hier sollen 300 Menschen hineinpassen.

Zwischen 100 und 300 Menschen sollen in einem Abteil des TEB-1 Platz finden, schreibt die chinesische Agentur Xinhua. TEB steht dabei für "Transit Elevated Bus", frei übersetzt "Überfahrts-Bus". Das erste Modell kann aber nur zweispurige Straßen überfahren, und das auch nur mit 50 Stundenkilometern.

Angetrieben wird der TEB-1 mit Strom, die Passagiere müssen also nur die Abgase unter sich ertragen - ein wichtiger Schritt für das Land, das zunehmend unter Luftproblemen leidet (wir berichteten). Außerdem spare man sich so die Baukosten für neue Tunnel oder Gleise. Allerdings braucht es Führungsschienen für die Räder.

Nahverkehr Olli, der Elektrobus ohne Fahrer

In Berlin präsentierte Local Motors sein autonomes Gefährt. Es soll künftig auch in Deutschland produziert werden.

Aus Zinnwaldit, das im Erzgebirge vorkommt, lässt sich mit dem neuen Verfahren Lithiumcarbonat gewinnen. (Copyright: TU Bergakademie Freiberg)

In diesem Jahr wird der "Straddle Bus" aber keine Passagiere mehr fahren - die Jungfernfahrt war eher ein Test für die Technik. Song Youzhou dürfte das nicht stören - die Idee des Chefentwicklers war bereits 2010 vom Time Magazine als vielversprechende Erfindung geehrt worden, damals wollte allerdings niemand das unausgereifte Projekt finanzieren - nun gebe es neben dem Interesse einiger chinesischer Städte auch Anfragen aus dem Ausland.

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