USA im Ölrausch: In North Dakota wird die Zukunft der Ölförderung entschieden

USA im Ölrausch: In North Dakota wird die Zukunft der Ölförderung entschieden

von Benjamin Reuter

Die USA steigen zum weltgrößten Ölproduzenten auf. Möglich macht das vor allem der Fortschritt beim Fracking.

Bis zum Jahr 2004 herrschte in den Weiten des US-Bundesstaates North Dakota vor allem die Einsamkeit. Der Besucher konnte im Auto stundenlang durch unbewohnte Prärielandschaften fahren. Geräusche machte hier meist nur der Wind.

Und im Westen, nahe der Grenze zu Montana, erstreckte sich auf 4000 Quadratkilometern eine der letzten unberührten Wildnisse der Vereinigten Staaten, wo der Besucher Büffel grasen sehen konnte.

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Diejenigen in North Dakota, die man nach ihrer Beziehung zu der ewig weiten, stillen und häufig ewig leeren Landschaft fragt, sagen: Das Land übt eine emotionale Anziehungskraft auf Menschen aus, die Freiheit lieben. Der Bundestaat im äußersten Norden der USA ist also ein ur-amerikanischer Ort – der sich derzeit radikal verändert. Der Grund ist Öl.

Über die bis vor wenigen Jahren noch kaum befahrenen Highways des Staates rumpeln heute jeden Tag zehntausende Trucks. Und wer in der Nacht auf einer Kuppe der sanft gewellten Hügel aus dem Auto steigt, sieht bis zum Horizont meterhohe Feuer, die wie gigantische Herdanzünder den Himmel erleuchten. Es ist Erdgas, das die Unternehmen auf den Ölförderanlagen abfackeln.

Der Ölboom hat North Dakota inzwischen den Beinamen „Kuwait in der Prärie“ eingebracht.

Und wie Kuwait soll dieser Flecken Erde künftig eine wichtige Rolle im internationalen Ölgeschäft spielen. In den nächsten Jahren, so glaubt die Ressourcenbehörde des Bundesstaates, könnte North Dakota noch vor Texas zum größten Ölproduzenten in den USA werden. Denn rund drei Kilometer unter dem Präriegras liegen je nach Schätzung zwischen 500 und 900 Milliarden Barrel Öl im Boden.

Labor für die Ölförderung weltweitDie Entwicklungen in North Dakota sind aber nicht nur für die USA entscheidend: Die Technik, die Unternehmen und Wissenschaftler hier erproben, könnte weltweit zu einem neuen Ölboom führen. Denn in North Dakota fördern Unternehmen den Rohstoff seit rund zehn Jahren aus einer als Bakken bezeichneten geologischen Formation. Sie dehnt sich auf einer Fläche aus, die eineinhalb Mal so groß ist wie Deutschland und aus Schiefergestein besteht.

Laut einer Studie des US-Think-Tanks IHS liegen in Ländern außerhalb der USA in 146 ähnlichen Schieferformationen rund 300 Milliarden Barrel förderbares Öl begraben. Genug, um die Menschheit beim aktuellen Verbrauch rund 10 Jahre mit Benzin, Diesel, Kerosin und chemischen Grundstoffen zu versorgen. Aus dem Schiefer in North Dakota könnten Unternehmen mit der aktuellen Technik zwischen 25 und 45 Milliarden Barrel aus dem Boden holen. Es wäre einer der größten Ölbooms der jüngeren Geschichte.

North Dakota ist damit eine Art Labor, in dem die Ölversorgung der Zukunft entwickelt wird. Technologien, die hier funktionieren, könnten global zum Vorbild werden. Aber auch die Auswirkungen der sogenannten unkonventionellen Ölförderung auf die Umwelt und das Klima werden hier als erstes deutlich.

Seinen Anfang nahm der Öl-Boom vor neun Jahren sprichwörtlich in den Händen von Wayne Biberdorf. Biberdorf lebt in der Kreisstadt Williston, dem Zentrum des Ölbooms in North Dakota: Ein unspektakuläres Nest, das vor allem aus geduckten Häusern, breiten Straßen und Baustellen besteht. Der Besucher trifft den pensionierten Ingenieur im Trainingszentrum für Ölarbeiter der lokalen Universität. Er trägt Jeans, Karohemd, einen grauen Bart und Baseballkappe.

Biberdorf hat Jahrzehnte auf den Ölfeldern des Landes verbracht und hunderte Ölbrunnen gebohrt. Darunter auch den einen im Herbst 2004. Damals saß er in einem beheizten Container des Ölunternehmens Hess, draußen war es bitter kalt. Biberdorf steuerte den Bohrer zwölf Stunden am Tag mit einer Art großen Handbremse in die Tiefen hinab. Dann löste ihn ein Kollege ab. Mehr als drei Monate kam Biberdorf beinahe jeden Tag in den Container.

Wenn Biberdorfs Nachfolger heute bohren, dann machen sie das per Joystick. Manche arbeiten auch wie Drohnenpiloten über Fernsteuerung von ihren Konzernzentralen im texanischen Houston aus, rund 2500 Kilometer südlich von North Dakota. Statt 90 Tage dauert eine Bohrung aktuell nur noch 20. Dann fahren Trucks den Bohrturm in einzelne Teile zerlegt auf das nächste Feld. "Heute geht das wie am Fließband", sagt Biberdorf.

Nachdem er und seine Kollegen im Winter 2004 rund zwei Kilometer direkt in die Tiefe gebohrt hatten, lenkten sie den Bohrer behutsam in die Waagerechte. Auf diesem Weg, parallel zum Erdboden, ging es im Schiefergestein noch einige hundert Meter weiter. Die Fähigkeit, horizontal zu bohren, war der Durchbruch, der den Boom im Bakken ermöglichte.

Nachdem die Arbeiter Rohre hinunter in das Bohrloch geschoben hatten, rückten mehr als ein Dutzend große Trucks an, mehr als eine halbe Million Liter Wasser im Schlepptau. Das Wasser drückten Pumpen mit Sand und Chemikalien versetzt in den Boden. Zwei Kilometer tief unter der Erde, in dem handbreiten Bohrloch, wurde der Druck daraufhin so hoch, dass er hunderte Meter lange Spalten in das Schiefergestein riss. Zum ersten Mal kamen mit dieser als Fracking bezeichneten Methode in North Dakota größere Mengen Öl aus dem Boden. Es war so dünnflüssig wie Coca-Cola und hatte auch die Farbe der beliebten Brause.

Biberdorf freut sich noch heute über den Erfolg. Zwar wurde das Frackingverfahren damals schon erfolgreich zur Erdgasförderung zum Beispiel im US-Bundesstaat Pennsylvania eingesetzt. Dass es auch in North Dakota funktionieren würde, war aber keinesfalls sicher.

Verzweifelt am SchieferDass die Ölvorkommen im Schiefergestein North Dakotas existieren, wussten Ölunternehmen schon seit 1952, als Geologen die Bakkenformation auf der gleichnamigen Ranch entdeckten. Das Problem: Der in dem grauen Gestein fest eingeschlossene Rohstoff war mit keiner Technik an die Oberfläche zu bringen.

Stattdessen konzentrierten sich die Unternehmen auf die flüssigen Ölvorräte, die sie weit unter dem Schiefergestein im Boden aufgespürt hatten.

Das Geschäft in North Dakota lief gut - bis in die Achtzigerjahre. Dann waren die Felder so weit leergepumpt, dass kein Öl mehr an die Oberfläche kam. Ein Exodus der Unternehmen folgte. Tausende Menschen wurden arbeitslos und verließen die Prärie.

Auch Lynn Helms arbeitete wie Wayne Biberdorf damals für das Ölunternehmen Hess aus New York. Der Geologe wechselte in der Krise zur Mineralienbehörde des Staates, dem Department of Mineral Resources. Damals war es eine unbedeutende Organisation, in der die Beamten viel Zeit zum Kaffeetrinken hatten. Die Bohrungen, die sie überwachen und genehmigen mussten, ließen sich an zwei Händen abzählen. Und so sollte es auch über die nächsten 20 Jahre bleiben.

Was dann passierte, treibt Helms immer noch ein Lächeln ins Gesicht, wenn man ihn in einem großen Neubau am Rand von Bismarck, der Hauptstadt von North Dakota, trifft. Denn heute ist Helms neben dem republikanischen Gouverneur Jack Dalrymple der wichtigste Mann im Staat.

Es gibt kaum eine der 9400 aktiven Ölbohrungen, die Lynn Helms nicht genehmigt hat. Die aktuell rund 900.000 Barrel Öl, die sie pro Tag an die Oberfläche schaffen, machen North Dakota zum zweitgrößten Ölförderer in den USA, nach Texas.

Und sie bringen Reichtum in die Prärie: North Dakota lässt mit 14 Prozent Wirtschaftswachstum im Jahr 2012 sogar den globalen Wirtschaftsprimus China blass aussehen. Arbeitslose gibt es in der Bakken-Region so gut wie keine mehr, ganz im Gegensatz zum Rest der krisengeschüttelten USA. Die Löhne sind so hoch, dass selbst Truckfahrer mit einem Jahresgehalt von 100.000 Dollar rechnen können.

Helms kommt gerade von einem „Norwegerfest“ und seine Krawatte zieren viele kleine Farben des Landes. Das „Oktoberfest“ habe er schon hinter sich, sagt er. Rund 80 Prozent der Einwohner North Dakotas sind Nachfahren von Einwanderern aus Norwegen und Deutschland.

Viele Unternehmen scheitertenDer Geologe nimmt an einem großen Konferenztisch im Besprechungsraum der Behörde Platz und beginnt mit seiner Interpretation der Geschichte des Bakken-Booms. Für ihn ist sie vor allem eine Geschichte des technischen Fortschritts in der Ölindustrie.

Nachdem der erste Ölboom in den Achtzigerjahren abrupt endete, versuchten manche Unternehmen verzweifelt, die Schieferformation mit einfach vertikal in den Boden getriebenen Brunnen zu erschließen. Die Mengen, die an Oberflächen kamen, waren mickrig.

Und das blieben sie auch nach 2001, als die Ingenieure das erste Mal versuchten, den Schiefer in diesen Bohrlöchern zu fracken. Im westlich gelegenen Montana hatten Unternehmen damit schon Erfolg. "Hier in North Dakota aber waren die Gesteinsschichten zu unterschiedlich", sagt Helms.

Den Durchbruch brachten erst die horizontalen Bohrungen, wie sie Wayne Biberdorf im Winter 2004 voranbrachte.

Damit aber waren die technischen Fortschritte noch nicht vorbei, erzählt Helms: In der Anfangszeit holten die Unternehmen nur rund ein Prozent des Öls aus dem Boden. Heute sind es zwischen fünf und sieben Prozent. Möglich wurde das auch durch bessere Kenntnisse der geologischen Beschaffenheit des Bakken.

Unter der Erde blind wie MaulwürfeAnfangs wussten die Unternehmen kaum, wo sich die ölführenden Gesteinsschichten befanden. Für die Förderrate ist eine möglichst genaue Bohrung aber entscheidend. Ob sich der Bohrer drei Meter höher oder tiefer in der ölführenden Schicht bewegt, beeinflusst die Ölausbeute massiv.

In der Anfangszeit des Booms bohrten die Arbeiter in den Kommando-Containern auf gut Glück. Unter der Erde waren sie blind wie Maulwürfe. Einzig der Druck und die Temperatur verrieten, wo sich der Bohrer gerade befand. Mittlerweile haben die Mitarbeiter von Helms den Boden unter dem Bundesstaat teilweise auf den Meter genau kartografiert.

Dabei entdeckten die Geologen neue ölführende Schichten, denen sie Namen wie Spearfish, Tyler und Winnipeg gaben. Sie liegen jeweils mehrere hundert Meter unter und über der Bakken-Formation. Wie viel Öl sie enthalten, weiß bisher niemand. Derzeit versuchen aber erste Unternehmen auch diese Reservoirs anzuzapfen.

"Bohren, Bohren, Bohren"Einfach kopieren können Ingenieure die Technik, die bisher funktionierte, dabei aber nicht. Denn das Öl in der Bakken-Formation steht unter großem Druck, weil darüber und darunter liegende Tonschichten eine geschlossene Kammer bilden. Einmal gefrackt, sprudelt das Öl aus dem Gestein von selbst an die Oberfläche. In den anderen Schieferformationen fehlt dieser Druck. Pumpen müssen das Öl aufwendig an die Oberfläche befördern.

Zusätzlich gepusht wurden die Förderraten auch durch immer neue Bohrungen. Wurde zu Beginn des Booms nur ein Brunnen pro Öl-Plattform gegraben, sind es heute bis zu acht. Bald könnten es 16 sein. So kann auf einem Hektar mehr Öl gefördert werden.

Außerdem fracken die Unternehmen seit rund vier Jahren nicht mehr wie in der Anfangszeit einen Bohrtunnel auf einmal: Inzwischen teilen sie die Rohre in bis zu 30 rund 100 Meter lange Abschnitte ein, die sie einzeln fluten (siehe Grafik unten rechts). Dadurch erhöht sich der Druck und die Risse im Gestein werden größer. Die Ausbeute steigt.

Seit rund zwei Jahren bohren die Unternehmen außerdem mehrere Löcher horizontal neben- und übereinander. Damit erhöhen sich wiederum die Chancen, auf eine Gesteinsschicht mit viel Öl zu treffen.

Gehen die Innovationen in diesem Tempo weiter, sagt Lynn Helms in seinem Konferenzzimmer in Bismarck, könnten die Unternehmen künftig bis zu 15 Prozent des Öls aus dem Boden holen - damit würde sich die Förderrate verdoppeln. Jedes Prozent mehr bedeutet für die Unternehmen einen zusätzlichen Umsatz von rund 100 Milliarden Dollar pro Jahr.

Aber was noch wichtiger als das Geld sei, sagt Helms: Jedes Prozent mehr an Öl, das aus dem Boden geholt wird, würde die Förderung im Bakken-Gebiet auf hohem Niveau um drei bis fünf Jahre verlängern.

Nach einem Jahr bricht die Produktion einDenn das ist bisher eine der größten Unbekannten des Schieferöl-Booms in North Dakota, aber auch in anderen Staaten der USA wie Texas, Arkansas, Wyoming und West Virginia: Wie lange hält er an? Bisher gehen Schätzungen der US-Geologiebehörde davon aus, dass in spätestens zehn Jahren die Rohstoff-Bonanza vorbei ist (siehe Grafik).

Der Grund dafür: Schieferölbrunnen laufen nur in der Anfangszeit auf Hochtouren - die besten liefern bis zu 3600 Barrel pro Tag. Nach ein oder zwei Jahren sinken die Raten dramatisch auf ein paar hundert Barrel. So tröpfeln sie dann meist über 20 Jahre dahin.

Damit haben zwar die allermeisten Bohrungen die Kosten von bis zu zehn Millionen Dollar schon im ersten Jahr wieder eingespielt. Aber um aus dem Schieferöl-Boom eine dauerhafte, weltweite Ölrenaissance zu machen, müssen die Brunnen länger laufen.

Neben dem Doping der Förderraten durch neue Technologien setzt der Ölmann Lynn Helms auf ein einfaches Mittel, um den Boom weit in die Zukunft zu verlängern: „Bohren, bohren, bohren.“ In den nächsten Jahren sollen deshalb in North Dakota insgesamt 45.000 neue Ölbrunnen entstehen.

Damit könne die Produktion noch stark ausgebaut und bis 2030 stabilisiert werden, hat Helms berechnet. Unternehmen wie Marathon Oil, einer der größten Förderer in North Dakota, sprechen sogar von bis zu 80.000 Bohrungen. Damit wäre jeder verfügbare Flecken Land im Bakken-Gebiet untertunnelt.

Der Einsatz von Ressourcen und Material wären allerdings immens. Um eine Bohrung zu fracken, sind 800 LKW-Ladungen Wasser nötig. Hinzu kommen der Sand und die Baumaterialien. Damit ist die Arbeit aber nicht zu Ende.

Denn das Wasser, das in den Boden gedrückt wurde, kommt noch Monate später wieder an die Oberfläche. Verunreinigt ist es mit Salz aus den Tiefen und teilweise giftigen und radioaktiven Stoffen. LKWs müssen das Rücklaufwasser zu Aufbereitungsanlagen oder Lagerstätten schaffen.

Größter Pipelineunfall in der Geschichte North DakotasUm den Truckverkehr zu reduzieren, entsteht derzeit ein dichtes Pipelinenetz, das North Dakota wie Spinnweben durchziehen wird, um Öl, Gas, Frischwasser und Abwasser zu transportieren. Rund 88.000 Kilometer Rohre wurden dafür in den vergangenen vier Jahren verlegt - viele tausend mehr sollen folgen.

Aber auch wenn dann weniger LKWs auf den Straßen unterwegs wären, die regelmäßig und vor allem im Winter für schlimme Unfälle sorgen - ganz gefahrlos sind die Pipelines auch nicht.

Erst kürzlich leckte ein Transportrohr in der Nähe des Städtchens Tioga und sorgte für die bisher größte Ölkatastrophe in der Geschichte North Dakotas: Über Tage liefen unbemerkt mehr als drei Millionen Liter Öl in der Einöde aus. Die Behörden bemerkten den Unfall erst als ein Farmer Alarm schlug.

Doch neben den Gefahren für die Umwelt und der Frage, ob der technische Fortschritt den Boom wirklich über die nächsten Jahrzehnte andauern lässt, gibt es noch einen sehr einfachen Faktor, der dem Kuwait der Prärie die Rohstoff-Party verderben könnte.

Denn es ist vor allem der aktuell hohe Ölpreis, der die Schieferförderung ermöglicht - neben den technischen Innovationen. Je nachdem, wo die Unternehmen im Bakken bohren, liegen die Produktionskosten eines Barrel Öls zwischen 35 und 60 Dollar. Sollte der Ölpreis von heute 114 Dollar jemals wieder auf das Niveau von 2003 fallen, als das Barrel nur rund 30 Dollar kostete, wäre es vorbei mit dem Ölrausch.

Bleibt die weltweite Nachfrage aber hoch, ist das nicht sonderlich wahrscheinlich.

Auch in China und Argentinien laufen erste BohrungenUnd so machen sich jetzt die nächsten Länder auf, um das Rohstoffwunder von North Dakota zu wiederholen. Derzeit starten in China erste Testbohrungen für Schieferöl, ebenso wie in Argentinien. Auch Nordafrika ist im Visier der Unternehmen.

Eins ist dabei sicher: Einfach wird es nicht, die USA zu kopieren. Denn außerhalb der Vereinigten Staaten fehlt es an Infrastruktur und häufig an Wasser, um zu fracken. Außerdem behindern schwieriges Terrain wie hohe Bergen oder Wüsten die Arbeit.

Aber wie das Beispiel North Dakota zeigt: Die Ölunternehmen scheinen immer einen Weg zu ihrem Produkt zu finden - und sei er noch so kompliziert. Die andere Frage ist: Wollen die Bürger die Ölförderung in ihren Ländern überhaupt?

In North Dakota jedenfalls sind die Auswirkungen deutlich, auch dort, wo kaum Menschen leben. Die ur-amerikanische Postkartenlandschaft wird langsam industrialisiert. Derzeit entdecken Unternehmen die letzten unberührten Flecken Wildnis und Prärie, wo bis jetzt die Büffel grasten, für sich.

Dieser Text ist der erste Artikel einer Serie in drei Teilen über den Ölboom in den USA. Im zweiten Teil geht es um die Folgen des Ölbooms für ein Indianerreservat in North Dakota. Im dritten Teil treffen wir einen Ingenieur, der das größte Ölfeld der Welt in Colorado anzapfen will.

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