Video: Wie sich der Nordpol in einen See verwandelt

Video: Wie sich der Nordpol in einen See verwandelt

von Matthias Streit

Die eisige Landschaft des Nordpols verwandelt sich im Sommer in riesige Schmelzwasserseen. Experten sehen Erderwärmung erneut bestätigt.

Teile der eisigen Arktis verwandeln sich im Sommer in einen bis zu 50 Zentimeter tiefen See aus Schmelzwasser. Dies zeigen Aufnahmen des North Pole Environmental Observatory (NPEO). Seit 2000 liefert die Kamera Bilder über die Veränderungen der arktischen Landschaft, seit 2002 sind immer wieder Schmelzwasserseen zu erkennen.

Und nie zuvor waren die Schmelzwasser-Seen so groß wie im letzten Jahr.

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Umweltforscher sehen darin ein eindeutiges Indiz für den Klimawandel. Laut Statistiken des National Snow and Ice Data Center hat sich das Eis in der Arktis in den ersten beiden Juli-Wochen 2013 um 61 Prozent schneller zurückgezogen, als in den vergangen drei Jahrzehnten. Zudem lagen die Temperaturen in diesem Jahr um ein bis drei Grad höher als üblich.

Erst vergangene Woche hatten Wissenschaftler auf die Gefahren von riesige Mengen des klimaschädlichen Gases Methan im arktischen Eis aufmerksam hingewiesen.

Ganz anders interpretiert indes die NPEO ihre Daten. "Die Schmelzwasserseen sind ein normaler Teil des saisonalen Meereis-Zyklus", schreiben sie auf ihrer Homepage.

Für wesentlich beunruhigender halten sie die milden Temperaturen in den Wintermonaten und warme Meeresströmung. Dadurch können im Winter nicht genug neue Eismassen anwachsen. Das würde, sagen die Wissenschaftler, das arktische Eis schneller schmelzen lassen.

Wie umfassend die Schmelze am Nordpol ist, sehen Sie im folgenden Video:

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