Handy-Navigation: Google provoziert Apple

Handy-Navigation: Google provoziert Apple

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CEO Eric Schmidt stellt das neue Navigationssystem von Google vor

von Sebastian Matthes

Google hat ein Navigationssystem für das Handy herausgebracht. Das ist nicht nur eine schlechte Nachricht für Tom Tom und Navigon. Es ist vor allem eine schlechte Nachricht für Apples iPhone.

Die Nachricht schlug ein. Als der Suchkonzern Google gestern bekanntgab, sein populärer Kartendienst Maps werde zu einem vollwertigen Navigationssystem, sackten die Aktienkurse der Navi-experten Tom Tom und Garmin im zweistelligen Prozentbereich ein.

Schon nächste Woche soll das neue Google-Navi starten. Kostenlos natürlich, wie fast alles im Google-Universum.

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Google-Fans feiern das neue Handy-Programm schon als neue "Killer-App", eine Anwendung die in kürzester Zeit den Massenmarkt erobern wird. Und damit werden sie wahrscheinlich sogar Recht behalten.

Google-Fans feiern das neue Handy-Programm schon als neue "Killer-App"

Das neue Programm lässt sich ähnlich bequem steuern wie die Google-Suche und ist damit genau auf die Bedürfnisse von Handynutzern angepasst: Um einen Ort zu finden reicht es, den Namen einzugeben oder die Beschreibung "italienisches Restaurant".

Wer gerade keine Hand frei hat, kann das Programm auch per Sprachbefehl mit Suchbegriffen füttern. Die Route wird anschließend auf einer dreidimensionalen Karte angezeigt und eine Stimme führt den Fahrer durch den Verkehr - wie bei der kostenpflichtigen Konkurrenz.

Während der Fahrt zeigt das Gerät auf Wunsch nicht nur Verkehrsdaten wie Staus. Die Route lässt sich auch auf einem 3D-Satellitenbild darstellen. Nähert man sich einem Ziel, zeigt das Programm im Hintergrund des Navigationsfensters auf Wunsch sogar Bild der Umgebung aus Google-Street-View an. Das bietet nicht einmal die etablierte Konkurrenz.

Nun kann Google auch ortsbezogene Werbung anbieten

Mit dem neuen Programm schafft sich Google ganz nebenbei ein neues Geschäftsmodell mit ortsbezogener Werbung: So können Unternehmen Anzeigen in den Karten buchen. Fastfood-Ketten an Autobahnen könnten zum Beispiel ihr Logo platzieren, ebenso Tankstellen in Städten oder Kaufhäuser, die auf besondere Aktionen hinweisen wollen.

All das sind schlechte Nachrichten für Tom Tom, Navigon & Co., die ähnliche Programme für einen Preis 50 und 100 Euro anbieten. Aber das neue Programm ist auch eine Attacke auf Apple.

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