High-Tech-Export: Virtuelle Avatare und 3-D-Sofas als Start-up-Idee

High-Tech-Export: Virtuelle Avatare und 3-D-Sofas als Start-up-Idee

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Das 3D-Modell des Autos wird in das Foto der realen Fertigungsumngebung eingefügt. Hinten links, der Marker zum Abgleichen der Größen

Hightech aus Deutschland ist erfolgreicher als ihr Ruf. Ob 3D-Anwendungen für die Industrie oder virtuelle Avatare für eBay-Nutzer: Deutsche Start-ups, die mit guten Ideen glänzen, machen inzwischen auch im Ausland gute Geschäfte.

Ein Klick auf das virtuelle Sofa im Online-Shop: Das Foto des eigenen Wohnzimmers packt der Nutzer dazu. Und schon passt die Software das Sofa in das eigene Wohnzimmer ein. Solche Anwendungen sind die Spezialität des Start-up Metaio. Das in München ansässige Unternehmen ist ein Vorreiter auf dem Gebiet der sogenannten Augmented Reality. Dabei werden 3D-Objekte in einen Live-Videostream oder in ein digitales Foto integriert. Damit das klappt, legt der Nutzer einfach einen Marker ins Bild und fotografiert dann das Wohnzimmer.

In der Industrie könnte das Programm zum Beispiel auch bei der Planung von Auto-Fertigungsstraßen eingesetzt werden. Dazu wird das 3D-Modell eines Autos in das Foto einer Fertigungsstraße eingefügt. Und so wird kontrolliert, ob es anstößt oder Platzprobleme gibt. Eine Technik, die auch international auf Interesse stößt. Metaio hat inzwischen Niederlassungen in San Francisco und Seoul.

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Gute Ideen sind entscheidend für Erfolg

Die guten Ideen kommen aus Deutschland, aber andere, meistens Amerikaner, verdienen damit eine Menge Geld: Seit dem Musikformat MP3 verfolgt dieser Spruch die deutsche Hightech-Branche. Eine aktuelle Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und Microsoft zeigt aber, dass sich dies geändert hat: Es gibt eine Vielzahl von Hightech-Neugründungen in Deutschland.

Allein im Jahr 2007 sind 19 200 neue Unternehmen an den Start gegangen, ein Anstieg um vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. Und viele dieser Unternehmen sind nicht nur in Deutschland, sondern auch im fremdsprachigen Ausland erfolgreich. Über die Hälfte der Unternehmen, 55 Prozent, erzielen sofort Umsätze, wenn sie ihre Produkte exportieren. Immerhin noch 25 Prozent verdienen innerhalb eines Jahres nach dem Export-Start Geld.

Entscheidend für den Erfolg im Ausland sind dabei eben die guten Ideen, kommentiert Georg Licht, einer der Autoren der Studie "Exporttätigkeit junger Hightech-Unternehmen".

53 Prozent der Firmen, die besonders viel in Forschung und Entwicklung stecken, setzen sich auch im fremdsprachigen Ausland schnell durch. Diese Firmen haben auch höhere und wachsen schneller als Firmen, die in der Heimat bleiben. Besonders die sogenannten Born Globals stechen hervor: Unternehmen, die sofort nach Gründung ihre Produkte auch im Ausland verkaufen. Etwa ein Fünftel aller exportierenden Unternehmen zählt dazu.

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