Dazu zählt auch die Hamburger Firma Zweitgeist mit ihrer Social Software Weblin unterwegs. Die Technik macht Anwender, die auf Webseiten surfen, untereinander als virtuelle Figur, Avatar, sichtbar. Der eBay-Nutzer sieht beispielsweise, wenn ein Weblin-Anweder ebenfalls bei Musikinstrumenten herumstöbert. Dann kann er dessen Avatar anklicken und mit diesem über Sprechblasen oder Chat-Fenster Kontakt aufnehmen. Auch Weblin ist international ausgerichtet.
Zwei Beispiele für erfolgreichen High-Tech-Export aus Deutschland. Laut ZEW-Studie stammt mit 70 Prozent der Löwenanteil der Exportumsätze aus EU-Ländern. 10 Prozent kommen aus Ländern Europas, die nicht zur EU gehören wie Albanien, Russland, Serbien, Ukraine oder auch Norwegen und Island. Die USA sind mit 8 und Asien mit 7 Prozent an den Umsätzen beteiligt.
70 Prozent wagen nicht den Schritt ins Ausland
Ein genauerer Blick in die Studie zeigt allerdings auch, dass viele Unternehmen noch ernste Probleme haben, sich im Ausland zu etablieren. Knapp 60 Prozent der Unternehmen schaffen es nicht, im fremdsprachigen Ausland Umsätze zu generieren. ZEW-Experte Georg Licht vermutet, dass viele Unternehmen ihren Auslandseinsatz zu "halbherzig" angehen.
So genüge es nicht, an Messen teilzunehmen und sich da über gute Businessgespräche zu freuen. Vor allem die Anpassung des Produkts an den Markt und die Suche nach Kooperationspartnern vor Ort, die Land und Leute gut kennen, führe zum Erfolg. Auch eine fremdsprachige Website kann helfen. Doch nur 28 Prozent der Firmen machen sich diese Mühe.
Und knapp 70 Prozent der Firmen wagen gar nicht erst den Schritt ins Ausland. Sie sehen im deutschsprachigen Raum ihre Kernzielgruppe. Als ernst zu nehmendes Hindernis etwa für den Export in die USA gelten die dortigen berüchtigten Vorschriften zur Produkthaftung. Diese sind wesentlich strenger als in Europa, folglich ist das Risiko von Konsumentenklagen wesentlich höher.
Wer nun seine Innovationen oder guten Ideen ins Ausland exportieren will, für den hat Metaio-Geschäftsführer Peter Meier noch einen Tipp parat: Start-ups sollten auf das Thema Patente achten. Denn Innovationen, die in Deutschland patentrechtlich geschützt sind, sind im Ausland nicht unbedingt vor Nachahmern sicher. Sonst machen am Ende mit virtuellen 3-D-Sofas oder Online-Avatare doch wieder andere das Geld.











