IFA: 3-D-Fernsehen zum kleinen Preis

IFA: 3-D-Fernsehen zum kleinen Preis

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Die meisten Filme, die in diesem Jahr die Kassen klingeln ließen waren in 3-D. So auch der letzte Teil von Harry Potter

Dreidimensionale Filme begeistern im Kino – und floppten trotzdem bisher im Wohnzimmer. Nun soll eine neue, vergleichsweise einfache und vor allem preiswertere Technik das schleppende Geschäft mit 3-D-Fernsehern in Gang bringen. Das Potenzial dafür hat sie.

Nur noch wenige Zentimeter, und der Zauberlehrling Harry Potter wird von der riesigen, Zähne fletschenden Schlange verspeist. Umgeben von Feuer windet sie sich durch die Zauberschule Hogwarts. Plötzlich macht sie einen Satz und schießt mit ihrem gewaltigen Körper auf den Kinobesucher zu. Vor Schreck reißt der sich die Brille von der Nase – und stellt erleichtert fest: Die eben noch beängstigend räumlich wirkende Schlange bleibt auf die Leinwand gebannt – und tatsächlich ganz harmlos.

Egal, ob bei „Harry Potter“, „Avatar“ oder „Toy Story 3“: Dreidimensionale Filme begeistern Zuschauer in aller Welt – aus Kinosälen ist das räumliche Bild kaum noch wegzudenken: 12 der 20 erfolgreichsten Filme kamen im vergangenen Jahr dreidimensional heraus und lockten Millionen Menschen in die Kinosäle.

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Neue Techniken sollen dem Markt Schub verleihen

Doch was die Zuschauer auf der Leinwand fasziniert, hat den Durchbruch im Wohnzimmer noch nicht geschafft. Im Heimkino ist der Trend zum räumlichen Bild bisher nicht angekommen: 2010 waren von gut neun Millionen in Deutschland verkauften Geräten lediglich etwa 200 000 Fernseher 3-D-fähig – nur etwas mehr als zwei Prozent, so die Statistik des Branchenverbands Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (GfU).

Das soll sich ändern. Wenn Ende dieser Woche in Berlin Europas größte Unterhaltungselektronikmesse, die Internationale Funkausstellung (IFA), beginnt, soll eine neue 3-D-Technik dem Fernsehmarkt Schub verleihen. Der summierte sich deutschlandweit im vergangenen Jahr auf knapp 6,3 Milliarden Euro und lag damit immerhin auf dem Niveau der gesamten deutschen PC-Umsätze.

Hoffnungsträger der Branche ist die Polarisationsfiltertechnik mit ihren leichteren Brillen und simpleren Displays, die 3-D-Fernsehen billiger und angenehmer machen sollen. Anbieter wie LG, Philips und Toshiba bringen zur IFA die nächste Generation der neuen Geräte heraus.

Auch der chinesische Elektronikriese Haier präsentiert in Berlin seine neue Pol-TV-Reihe. Und weitere werden folgen.

Denn die im Heimkino bislang üblichen Shutter-Brillen sind deutlich schwerer, und sie verursachen beim Zuschauer mitunter ein unangenehmes Bildflackern, wenn diese den Kopf drehen.

Die Ursache dafür ist das Verfahren, wie die Brillen den 3-D-Effekt erzeugen: Bei der Shutter-Technik zeigt der Fernseher nacheinander ein Bild für das linke und das rechte Auge, das anschließend von einer batteriebetriebenen Brille empfangen wird. Dabei wird jeweils ein Auge schwarz geschaltet und nur das passende Bild ans Gehirn gesendet.

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