IFA-Messehits: Navis für Fußgänger

IFA-Messehits: Navis für Fußgänger

TomTom, Navigon und andere Hersteller halten ihre Neuheiten bis zum Start der Internationalen Funkausstellung IFA am kommenden Freitag unter Verschluss. Doch wohin die Reise geht bei den Navigationsgeräten, steht bereits fest: größere Displays, interessantes Design, noch aktuellere Verkehrsinformationen und Fußgängernavigation.

Portable Navigationssysteme sind immer noch stark gefragt, doch musste die Branche 2008 wegen sinkender Preise einen Umsatzrückgang von 10 Prozent hinnehmen. 4,28 Millionen Geräte wurden im vergangenen Jahr verkauft. „2009 rechnen wir  mit einem Absatz von 4,3 Millionen Navigationssystemen im Wert von etwa 750 Millionen Euro“, sagt Roland Stehle von der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (GFU).

Brauchbare Navigationsgeräte wie das Mio Moov M305 gibt es schon für unter 100 Euro, wenn man mit einem 3,5-Zoll-Bildschirm auskommt. Das Modell M405 hat einen 4,3-Zoll-Touchscreen, inzwischen das Standardformat für die meisten Modelle.

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Differenzierung ist angesagt. Medion protzt deshalb mit einem Fünf-Zoll-Schirm, das entspricht einer Diagonale von 127 Millimeter. Eine Besonderheit ist der Fingerabdrucksensor, der Diebe abschrecken soll, weil nur der Besitzer das Gerät aktivieren kann. Die IFA-Neuheiten von Medion sollen mit kräftigeren Farben und einer vergrößerten Schrift punkten. Bessere Lesbarkeit und eine noch komfortablere Bedienung ermöglichen die großen Displays: Die Einsteiger-Modelle haben einen 4,3-Zoll-Bildschirm, die Premiumsysteme GoPal P4245 und P4445 kommen mit 4,7 Zoll-Touchscreens. Eine im Rahmen integrierte Beleuchtung, wie bereits bei Falk-Navis, soll eine angenehmere Sicht auf das Display schaffen. Der eingebaute Erste-Hilfe-Assistent demonstriert die nach einem Verkehrsunfall nötigen Maßnahmen.

Edles Äußeres

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Navigon 7310

Wie ein edler Flachbildfernseher sieht das Spitzenmodell von Navigon aus. Das sehr flache Fünf-Zoll-Display des 8410 verfügt als erstes Navigationsgerät über eine Mineralglas-Oberfläche, die von einem Gehäuse aus gebürstetem Edelstahl eingerahmt wird. „Dieses Display ist äußerst druckempfindlich und reagiert viel sensibler auf Berührungen als die ansonsten verwendeten Displays”, erklärt Jörn Watzke, Vice President Product Line Management bei Navigon. Ein sanftes diagonales Streichen über das Display aktiviert die Sprachsteuerung. Die TMC-Pro-Antenne ist in den Halter eingebaut. Ein Fortschritt, denn das Hantieren mit dem Antennenkabel und Saugnäpfen an der Windschutzscheibe hat so endlich ein Ende.

Das Modell 8410 und das neue High-End-Gerät 7310 wollen mit dreidimensionalen Darstellungen der Topografie, von Sehenswürdigkeiten und Gebäuden in Großstadtzentren beeindrucken. Der Nutzen für Autofahrer ist jedoch zweifelhaft, weil die realitätsnahe Darstellung stark ablenkt.

Die 3D-Bilder könnten Fußgänger besser gebrauchen. Ihnen bietet Marktführer Garmin für einzelne Großstädte CityXplorer-Stadtplandaten an, die auf hauseigene Navigationsgeräte geladen werden können, die mit den Ziffern 12, 13 und 14 anfangen. Berlin, Frankfurt/Main und München sind bereits erfasst. Die Daten sind auch für Bahnfahrer interessant, denn die Route schlägt öffentliche Verkehrsmittel wie U-, S- oder Straßenbahn und Bus vor und zeigt den Fußweg zum Ziel. 

Automatischer Wechsel der Zeitzone

Nüvi 1490 Pro T

Nüvi 1490 Pro T

Garmin präsentiert sein neues Topmodell nüvi 1490 Tpro auf der IFA mit einem 5-Zoll-Display in einem sehr flachen Gehäuse. Darin steckt die selbstlernende Software EcoRoute, die das Fahrverhalten analysiert neben der kürzesten Fahrzeit oder kürzesten Strecke auch die Route empfiehlt, die am wenigsten Kraftstoffverbraucht erwarten lässt.

Das nüvi 1490Tpro kann bis zu zehn vorgeplante Routen samt Zwischenzielen speichern, zeigt Tempolimitis an und wechselt an der Landesgrenze eventuell die Zeitzone. Fotorealistische Straßenschilder und deutlich angezeigte Fahrspuren erleichtern die Orientierung im Großstadtdschungel und auf Autobahnknoten. TMCpro liefert kostenlos Staumeldungen, Straßensperrungen und Baustellen für die realistische Planung. Wie die meisten höherwertigen Modelle taugt das 299 € teure Garmin-Navi als Freisprechanlage für das Bluetooth-Handy.

Realitätsnahe Darstellungen

Falks neues Spitzenmodell F12 folgt nicht nur dem Trend, Gebäude realitätsnah darzustellen. Per Sprachkommando oder Bildschirmklick können auch Sonderziele angesteuert werden. Durch die verbesserte Sprachsteuerung versteht das Navi nun auch Kommandos wie „nächste Tankstelle“. Das F12 bezieht die recht präzisen Stauwarnungen von TMCpro in Deutschland und TMCplus in Österreich in die Routenplanung ein.

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