Innovationen: Forschungsausgaben in der EU stagnieren

Innovationen: Forschungsausgaben in der EU stagnieren

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EU-Forschungskommissar Janez Potocnik

Die EU droht, bei den Investitionen in Forschung und Entwicklung im internationalen Wettbewerb zurückzufallen. Das geht aus einem heute veröffentlichten Bericht der EU-Kommission in Brüssel hervor.

Gemessen am Wirtschaftswachstum stagnierten die Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Europa, erklärte EU-Forschungskommissar Janez Potocnik heute in Brüssel. Der Hauptgrund dafür seien die geringen Zuwachsraten in den vier größten EU-Staaten Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien. Diese vier Staaten stünden für 69 Prozent der gesamteuropäischen Ausgaben für Forschung und Entwicklung, erklärte Potocnik. Das Ziel, die Investitionen in diesen Bereich bis 2010 EU-weit auf drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu steigern, „wird nur zu erreichen sein, wenn diese vier Länder ihre Leistung verbessern“, sagte Potocnik. Derzeit machen Forschungs- und Entwicklungsausgaben in der EU durchschnittlich nur 1,8 Prozent des BIP aus.

Die EU liege hinter den USA, Japan und Südkorea zurück, erklärte Potocnik. Hauptgrund dafür seien die vergleichsweise geringen Investitionen der Privatwirtschaft in Forschung und Entwicklung. Allein auf die privaten Investitionen bezogen, habe China die EU heute schon eingeholt. Zwtl: Innovationsrückstand verringert Insgesamt habe Europa seine Innovationsleistung dennoch stärk verbessert, erklärte EU-Industriekommissar Günter Verheugen. Der Rückstand gegenüber den USA und Japan habe sich verringert. Die Schweiz, Schweden und Finnland zählten sogar zu den Weltmeistern in Sachen Innovationsleistung.

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Zur Spitzengruppe in Europa gehörten auch Deutschland, Dänemark und Großbritannien. Verheugen stützte seine Aussagen auf den jüngsten Europäischen Innovationsanzeiger, der neben den 27 EU-Staaten auch die Schweiz, Norwegen, Kroatien und die Türkei betrifft. Dieses Ranking bezieht sich auf 29 Indikatoren, von der Verfügbarkeit gut ausgebildeter Fachkräfte über die Investitionstätigkeit der Unternehmen bis hin zur Zahl der Patente und neuer Produkte. Europaweit liegt Deutschland in diesem Ranking auf dem vierten Platz.

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