Innovationen: "Schon bald ist es möglich, Organe zu drucken"

Innovationen: "Schon bald ist es möglich, Organe zu drucken"

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Jackie Fenn, Analystin bei Gartner

Das Beratungsunternehmen Gartner veröffentlicht jährlich den Hype-Cycle-Report. Co-Autorin Jackie Fenn erklärt, welche Technologien uns nächstes Jahr beschäftigen werden und welche aus der Mode kommen.

Sie sind Co-Autorin des Reports „Hype Cycle for Emerging Technologies“, der einmal jährlich Technologien auf ihre Erfolgschancen analysiert. Welche Technologien werden nächstes Jahr die Diskussionen beherrschen?

Fenn: Ich denke, dass wir die Spitze des Hypes um Social Shopping erleben werden, das sehen wir ja gerade an der Diskussion um Groupon,  Livingsocial und  Bargainoftheday. Auch das Internet der Dinge, wird uns sehr beschäftigen, weil immer mehr Geräte des Alltags vernetzt sind: Autos, Haushaltsgeräte und sogar Rasenmäher. Künftig haben wir alle winzige Funkchips im Handy, die in der Lage sind, andere Dinge zu erkennen, eine Cola-Dose etwa und dazu passende Informationen aus dem Internet sammelt. Das wird ein Riesen-Thema.  

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Welche Technologie hat Sie in diesem Jahr überrascht?

Fenn: Das natürliche Sprachverständnis von Computern, die auf einmal in der Lage sind, auf Fragen konkrete Antworten zu geben. Der Höhepunkt war IBMs Großrechner Watson, der dieses Jahr in der Quizsendung Jeopardy die besten menschlichen Teilnehmer besiegt hat. Diese Technik wird in ein paar Jahren alltäglich in Anwendungen aller Art. Dann nutzen wir keine Suchmaschine mehr, die Tausende Treffer auflistet. Wir erhalten  auf eine konkrete Frage auch eine konkrete Antwort. Das ist eine Technologie, die wir schon lange beobachten. Jetzt hat sie einen großen Sprung nach vorn gemacht.

Was ist das Besondere daran?

Fenn: Der große Durchbruch ist, dass dieses System selbst lernt. Entwickler müssen nicht mehr jede Antwort kodieren.

Kann der normale Internetnutzer die Technik denn schon im Alltag nutzen?

Fenn: Nein. IBM beispielsweise entwickelt solche Techniken für den Medizinsektor. Es wird aber für viele Bereiche einsetzbar sein: Denken Sie etwa an eine Internetseite für Finanz-Tipps, wo Nutzer nur noch Fragen eingeben wie: „Welche ist der beste Hypothekenzins?“. Das System würde daraufhin eine Antwort geben, anstatt Dutzende Treffer auszuspucken.

Seit Neuestem ist die Technologie-Szene vom Thema 3-D-Druck fasziniert. Mit der Technologie können Möbel, Flugzeugbauteile und sogar Zahnprothesen gedruckt werden.

Fenn: Völlig richtig. Wir haben uns allerdings gewundert, dass das Thema bislang nur in Spezialistenkreisen für Furore sorgt. Denn die Technik birgt große Chancen für zahlreiche Branchen: Von der Medizin bis zur Fertigung. Mittlerweile ist die Technik noch einen Schritt weiter: Schon bald soll es möglich sein, über 3-D-Bioprinting Organe und Arterien zu drucken. Entsprechende Versuche starten Forscher der Cornell Universität. 

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