Teamviewer: Fernsteuerung per Internet
Das 14.000-Seelen-Örtchen Uhingen, östlich von Stuttgart im Filstal gelegen, würden nicht mal eingefleischte Lokalpatrioten als Software-Metropole bezeichnen. Umso bemerkenswerter ist der Erfolg des dortigen Softwarehauses Teamviewer. Nur drei Jahre nach Gründung des Unternehmens läuft die Software gleichen Namens, mit der sich Computer via Internet fernsteuern lassen, auf mehr als 15 Millionen PCs weltweit.
Wenn der Rechner streikt, Ware im Web-Shop nicht zu finden ist oder beim Ausfüllen des Versicherungsantrags im Online-Portal Fragen auftauchen: Wäre es nicht praktisch, per Knopfdruck Experten herbeirufen zu können? Genau das ermöglicht Teamviewer. Helfer können sich über das Internet nach Zustimmung der Ratsuchenden auf deren PC einloggen. Per verschlüsseltem Zugriff lassen sich so Dokumente gemeinsam bearbeiten, Fragen klären oder Rechner von Ferne reparieren. Die Teamviewer-Software funktioniert, anders als viele Konkurrenzprogramme, sofern die Anwender das freigeben, auch durch Computer-Schutzprogramme wie etwa Firewalls hindurch, mit denen Unternehmen und private PC-Nutzer Rechner gegen Hacker-Angriffe aus dem Web absichern.
Bekannt wurde das Programm der württembergischen Softwerker, weil die ihre Anwendung im Netz für Privatnutzer kostenlos anbieten. Das hat die Fernhilfe-Software seit dem Start explosionsartig verbreitet. Dem wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens hat die Gratisversion nicht geschadet. Denn technischen Support und Beratung gibt es nur für zahlende Unternehmenskunden. Und auch deren Zahl wächst: Inzwischen füllt eine Vielzahl namhafter Großkonzerne und Institutionen die Kundendatei, darunter Canon, die Deutsche Bahn, Shell oder die Vereinten Nationen. Umsatztendenz: steigend.












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Alle Kommentare lesen29.01.2009, 15:23 UhrAnonymer Benutzer: GS
Was ich nicht ganz verstehe: die U2 wird ja nun auch bald vollautomatisch betrieben. Aber dann ist es ja kein vielgerühmter "weltweit erster und einziger" Mischbetrieb mehr und vollautomatische bahnen gibt es woanders auch. Wozu also diese "tolle innovation" Mischbetrieb, wenn's eh nur für eine kurze Übergangszeit war? Dafür der ganze Aufwand und das ganze brimborium. Fakt ist doch: seit die U3 in betrieb genommen wurde, können Sie die Fahrpläne der U2 vergessen. Danke Siemens, danke VAG.
26.01.2009, 12:34 UhrAnonymer Benutzer: TW
interessant und für Deutschland von nicht unbeachtlicher bedeutung ist wohl auch, dass sich heute Unternehmerpersönlichkeiten wie Scheich Yamani mit deutschen innovationen beschäftigen und extra hierfür anreisen. Dies ist eine sehr positive Entwicklung. Lieder fand sich im Artikel nichts hierüber.