
Zwei russische Kosmonauten an Bord der Internationalen Raumstation ISS haben am Mittwoch bei einem sechsstündigen Außeneinsatz versucht, einen Mini-Satelliten im All auszusetzen. Der Einsatz von Sergej Wolkow und Alexander Samokutjajew, der live im Fernsehen gezeigt wurde, begann jedoch mit 20 Minuten Verspätung, wie russische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf das Kontrollzentrum bei Moskau berichteten.
Nach der Öffnung der Ausstiegsschleuse dauerte es dann noch eine halbe Stunde, bis sich die Männer mit ihren Raumanzügen in Position gebracht hatten, um den ersten Schritt ins All zu wagen. Sie sollten dort einen Mini-Satelliten aussetzen, der an den ersten bemannten Raumflug von Juri Gagarin vor 50 Jahren erinnern soll.
Der „Kedr“-Satellit soll für Studenten-Experimente genutzt werden und Grußbotschaften in 17 Sprachen ausstrahlen. Er ist nach dem gleichlautenden Funk-Code von Gagarin benannt, der am 12. April 1961 als erster Mensch ins All geflogen war. Nach Angaben der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos fehlte zunächst jedoch eine Antenne. Nach hektischen Beratungen im Kontrollzentrum kam heraus, dass die kleinere der beiden Antenne noch im Innern des Satelliten war. Die Kosmonauten sollten nun versuchen, „sie mit ihrem kleinen Finger herauszuholen“, wie ein Ingenieur der Nachrichtenagentur RIA Nowosti sagte.
Nach Angaben der US-Weltraumbehörde NASA und der russischen Raumfahrtbehörde sollte noch im Laufe des Tages einer zweiter Versuch unternommen werden, um den Satelliten auszusetzen. Neben Montagearbeiten sollten die beiden Kosmonauten bei dem Außeneinsatz zudem Bilder von Gagarin und dem russischen Raumfahrtpionier Sergej Koroljow mit der Erde im Hintergrund fotografieren.















