Internet: Surfen im Flieger: Lufthansa führt drahtloses Netz ein

Internet: Surfen im Flieger: Lufthansa führt drahtloses Netz ein

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Lufthansa Flynet

Ab dem kommenden Jahr können Passagiere bei der Lufthansa auf Langstreckenflügen im Internet surfen. Möglich macht das eine Satellitentechnik mit Download-Geschwindigkeiten von bis zu 50 Mbit/s. Billig wird das drahtlose Internet im Flieger allerdings nicht - und Skypen dürfen die Reisenden auch nicht.

Die Lufthansa wird ihren Passagieren auf der Langstrecke künftig wieder das Internet-Surfen über den Wolken ermöglichen. Dafür unterzeichnete die Fluggesellschaft jetzt einen Kooperationsvertrag mit Panasonic Avionics Corporation. Mitte 2010 soll „FlyNet“ auf 50 Langstreckenflügen verfügbar sein, später einmal auf allen Verbindungen.

Technisch funktioniert die Datenübertragung mit Hilfe von geostationären Fernsehsatelliten, die sich in etwa 36 Kilometer Höhe befinden. „Rund um die Erde werden wir solche Satelliten mieten und mit Transpondern ausstatten“, erklärt Lufhansa-Sprecher Michael Lamberti.

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Das WLAN an Bord wird eine Download-Geschwindigkeit von 5 bis 50 Mbit pro Sekunde haben, Uploads sind mit bis zu 1 Mbit pro Sekunde möglich. Die hohe Bandbreite soll nicht nur schnelles Surfen und schnellen E-Mailversand auch mit Dateianhängen erlauben. Auch eine zukünftig denkbare Übermittlung der Vitalfunktion eines Patienten bei Krankentransporten sei so gewährleistet.

Ein vergleichbares System hatte der Flugzeugbauer Boeing Ende 2006 aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt, so dass auch Lufthansa ihren Internet-Dienst einstellen musste. Damals zählte Lufthansa in zuletzt 69 entsprechend ausgerüsteten Maschinen rund 30.000 Nutzer pro Monat.

Chatten erlaubt, telefonieren nicht

Die genauen Kosten für das neue „FlyNet“ stehen noch nicht fest. Sie sollen sich aber am früheren Angebot – etwa zehn Dollar pro Stunde bis zur monatlichen Flatrate – orientieren. Ebenfalls soll das WLAN-Internetangebot gegen Einlösung von Miles & More Prämienmeilen nutzbar sein. Abhängig vom gewählten Gerät (Laptop, Handy oder Smart-phone) geschieht die Abrechnung über einen Mobilfunkanbieter oder die Kreditkarte.

Mit der kabellosen Breitband-Versorgung können Passagiere dann von ihrem Platz aus das Internet auch mit diversen Mobiltelefonen nutzen, auch das Senden von SMS-Kurznachrichten wird unterstützt. Technisch wäre dann auch das Telefonieren mit dem Handy oder über Skype an Bord jederzeit möglich – doch diese Funktion will Lufthansa blockieren. „Grundsätzlich wollen wir Ruhe an Bord haben“, sagte Lufthansa-Chef Wolgang Mayrhuber. Er verwies auf Umfragen unter Gästen, wonach sowohl das Telefonverbot am Platz erwünscht sei. Chatten sei aber erlaubt. Als Alternative zum Telefonieren gebe es außerdem in den Maschinen eine Art Telefonzelle.

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