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iShareGossip: Strafrechtler rügen Kampf gegen Mobbing-Plattform

von Tim Rahmann

Der Druck auf die Betreiber der Mobbing-Seite iShareGossip.com nimmt zu. Die Polizei nahm einen mutmaßlichen Verantwortlichen zeitweise fest. Für Strafrechtler ein fragwürdiger Schritt. Sie sagen: Hier wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen.

Jugendliche sitzen vor einem Quelle: AP
Jugendliche sitzen vor einem Computer. Quelle: AP

Wegen des Verdachts der Volksverhetzung wurde in Lübeck ein 25-Jähriger vorübergehend festgenommen. Er galt als Betreiber der Seite iShareGossip.com. Das Portal ist bei Schülern äußerst populär, hier kann über Lehrer und Mitschüler gelästert und Dampf abgelassen werden. Einige Jugendliche nutzen die scheinbare Anonymität des Internets aber auch für Beleidigungen, Schmähungen und Drohungen. Und dabei blieb es in einigen Fällen nicht.

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Im März wurde in Berlin ein 17-Jähriger von etwa 20 anderen Jugendlichen bewusstlos geprügelt. Zuvor war die Freundin des Opfers auf iShareGossip angegriffen worden, der Jugendliche suchte die Aussprache. Eine Schule in der Hauptstadt musste vorübergehend geräumt werden, nachdem ein Amoklauf über die Webseite angedroht wurde. Im ersten Quartal 2011 wurden alleine in Berlin 139 Strafanzeigen gestellt.

Betreiber nicht verantwortlich

„Für all diese Vorfälle sind die Betreiber zunächst einmal nicht verantwortlich“, sagt Udo Vetter, Fachanwalt für Strafrecht aus Düsseldorf. „Egal ob in Sozialen Netzwerken, auf Nachrichtenseiten oder auf iShareGossip: Der Betreiber ist nicht verantwortlich für Beiträge, die Nutzer posten. Der Betreiber haftet nicht.“

6 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 17.06.2011, 20:48 UhrAnonymer Benutzer: Kayli

    Thanks for the inishgt. it brings light into the dark!

  • 17.06.2011, 16:23 UhrAnonymer Benutzer: Caroline

    Sonuds great to me bWTHDiK

  • 06.06.2011, 02:05 UhrAnonymer Benutzer: Tobias Claren

    Das einzige Problem ist die noch "rumpelige" Darstellung und das image eine Schülerlästerseite zu sein (auch wenn sie Arbeitnehmer usw. nennen).
    Die brauchen mehr Rottenneighbor-Faktor. Das hat wirklich JEDEN angesprochen.

    Dann sollte es auch möglich sein nicht nur in diese "verzögerten Chat" zu schreiben, sondern wirklich gezielt über Einzelpersonen zu schreiben.

    Z.b. der Arbeitslose über seinen Sachbearbeiter im Amt.
    Ja, mit Klarname und Dienststelle. Und wenn vorhanden mit Foto.
    ich habe auch nichts gegen die Nennung der Wohnadresse.
    Dazu fällt mit ein Flashmob ein den Menschen spontan vor der Wohnadresse eines Sozialfahnders machten und dort laut seinen Namen und seine Tätigkeit riefen. Dazu noch das gleiche mit Kreide und Pfeil auf dem Gehsteig.
    Die waren wieder weg bevor die Polizei kam.
    Etwas länger wäre eine "Anprangerparty".
    So wie die 16-Jährige versehentlich alle zur Geburtstagsparty "einlud", könnte so eine Art "Antiparty" unter dem anklagenden Motto gegen die Person vor dessen Wohnung stattfinden. Da darf auch die Polizei vorbeikommen, wenn die Leute friedlich bleiben und nichts blockieren, können die nichts machen.

    Es stört uns ja auch nicht wenn im Dritten Reich ein paar Menschen unter Lebensgefahr (heute Freiheits/Geldstrafe-Gefahr) Nazis namentlich anprangerten.
    Oder sogar heute lebende Stasi-Menschen namentlich genannt werden.

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