Takeo Higushi, Präsident des Bauunternehmens, ist der geistige Vater des jüngsten Toto Washlets. Als der Manager im Krankenhaus lag, wurde ihm bewusst, dass viele Menschen eine Klinik nur für Routineuntersuchungen aufsuchen. „Deshalb wollte er ein Haus bauen, in dem jeder selbst und ohne großen Aufwand einfache Gesundheitstests durchführen kann“, erläutert Daiwa-Sprecherin Miki Chin. In zweijähriger Forschungsarbeit und Zusammenarbeit mit Toto wurde die Idee realisiert. Die Entwicklung geht weiter. Bei den Toto-Konkurrenten Inax und Matsushita arbeiten die Ingenieure an Toiletten, bei denen man nicht einmal mehr einen Knopf drücken muss, sondern die sich über Sprache steuern lassen. Zudem ist daran gedacht, die High-Tech-Toiletten mit einem Internetzugang auszustatten: Die Ergebnisse der Urinprobe könnten dann direkt in die Praxis des Hausarztes geschickt werden. In Japan besitzen schon über 60 Prozent aller Haushalte ein High-Tech-Klosett. Marktführer Toto (Anteil: 55 Prozent) hat auf seinem Heimatmarkt bereits deutlich über 20 Millionen Washlets verkauft. Außerhalb Japans läuft das Geschäft bisher jedoch ganz schwach. In China und den Vereinigten Staaten, den wichtigsten Exportmärkten, hofft das Unternehmen, dieses Jahr jeweils 28 000 Washlets abzusetzen. „In anderen Ländern ist das Thema Toilette eher peinlich“, so die Erklärung der Toto-Sprecherin Kumi Goto.
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In Europa gibt es einen Markt für High-Tech-Toiletten noch gar nicht. „In Deutschland stehen wir erst am Anfang einer WC-Kultur“, sagt Marc Wieden, Produktmanager des Herstellers Geberit in Pfullendorf. Unter dem Namen Balena bietet das Unternehmen für 4000 Euro ein Dusch-WC mit berührungsloser Warmlufttrocknung an, von denen jährlich „einige tausend Exemplare“ verkauft werden. Der Hersteller Villeroy & Boch hat es, allerdings nur mit erheblichem Werbeaufwand, gerade mal geschafft, in Deutschland, Österreich und den Benelux-Ländern über 10.000 Einheiten des WCs „PurAir“ zu verkaufen – ein batteriebetriebener Ventilator saugt hier gegen einen Aufpreis von 200 Euro die Luft in der Toilette an und leitet sie durch einen Filter. Technikchef Ralf Becker denkt zwar über weitere Komfortfunktionen nach. Dafür bräuchten die WCs aber einen Stromanschluss. Becker: „Das ist unser größtes Problem. Auf dem stillen Örtchen gibt es meist keine Steckdose."












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Alle Kommentare lesen22.04.2009, 13:54 UhrAnonymer Benutzer: Florian
super
22.04.2009, 13:54 UhrAnonymer Benutzer: asdkljf
asdjlöfk