Jubiläum: Nach den Sternen greifen: 50 Jahre NASA

Jubiläum: Nach den Sternen greifen: 50 Jahre NASA

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Der Astronaut Alan Shepard steht als Kommandant von Apollo 14 beim vierten Mondflugunternehmen neben der US-Fahne auf der Mondoberfläche

Die US-Weltraumbehörde hat vor 50 Jahren ihre Arbeit aufgenommen - doch in Feierlaune ist nicht einmal der Chef der NASA. Die Angst, demnächst von China überholt zu werden, ist zu groß.

Die US-Weltraumbehörde NASA hat vor 50 Jahren ihre Arbeit aufgenommen. Aber zum Feiern ist NASA-Chef Michael Griffin aber nicht zumute. Öffentlich äußert er die Sorge, dass die US-Vorherrschaft im Weltraum bald zu Ende sei - aus China komme die stärkste Konkurrenz.

Die wirklich großen Triumphe der NASA, wie etwa die Mondlandung vom 20. Juli 1969, liegen schon 40 Jahre zurück. „Wir leben von den Früchten, die wir in den ersten 40 Jahren geerntet haben“, stellt Griffin ernüchternd fest. Für die Amerikaner ist Raumfahrt nicht zuletzt dadurch zu dem geworden, was sie heute ist: zu einem Teil des „amerikanischen Traums“, einer Mischung aus Pioniergeist und Forschungsdrang, als Symbol für das Streben nach neuen Grenzen.

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Die Angst des NASA-Chefs scheint berechtigt: Die Arbeiten am neuen Orion-Raumfahrzeug der Amerikaner kommen nur langsam voran  - das Geld ist knapp, und die Chinesen haben in den vergangenen Jahren so große Fortschritte in der bemannten Raumfahrt gemacht wie kein anderes Land.

Der Wettlauf um die Vorherrschaft im Weltraum begann im Oktober 1957 mit dem „Sputnik-Schock“. Damals transportierte die Sowjetunion erstmals einen Satelliten ins Weltall. Die Amerikaner schreckten auf: Auf einmal war klar, dass die Russen schneller waren. US-Präsident Dwight D. Eisenhower reagierte prompt und gründete eine eigene Weltraumbehörde. Die NASA, die National Aeronautics and Space Administration, nahm ihre Arbeit am 1. Oktober 1958 auf.

Am 12. April 1961 schickten die Russen den ersten Menschen ins Weltall: Juri Gagarin. Die USA zogen erst am 20. Februar 1962 mit dem Astronauten John Glenn nach. Die sowjetische Sonde "Lunik" erreichte als erste den Mond. Ein weiterer Rückschlag für die USA.

Wer gewinnt das "space race"?

Mit der Forderung John F. Kennedys, bis zum „Ende des Jahrzehnts einen Menschen auf dem Mond zu landen und ihn wieder sicher zur Erde zurückzubringen“ startete das Apollo-Unternehmen. Apollo 8 umrundete als erstes bemanntes Raumschiff den Mond. Mit der Landung eines Menschen auf dem Mond waren dann die Amerikaner allen anderen Nationen einen entscheidenden Schritt voraus. Ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung ...  im Wettlauf um die Vorherrschaft im All: dem „space race“.

Der bislang letzte Mensch auf dem Mond war der Kommandant von Apollo 17, Eugene Cernan. Er stieg als letzter am 14. Dezember 1972 in die Mondfähre ein. Nach ihm hat seit 35 Jahren kein Mensch mehr einen Fuß auf den Erdtrabanten gesetzt.

Die Ära der Spaceshuttles wurde im April 1981 mit dem Start der Columbia eingeläutet. Dieses Zeitalter ist geprägt von zwei Tragödien: der Challanger- und der Columbia-Katastrophe. Am 28. Januar 1986 ereignete sich das erste Unglück: Die Challenger zerbrach nur 72 Sekunden nach dem Start in 15 Kilometern Höhe. Alle sieben Astronauten kamen bei dem Absturz ums Leben. Nach dieser Katastrophe stellte die NASA ihre Shuttleprojekte vorübergehend ein. Es dauerte über zwei Jahre bis wieder eine Raumfähre abhob. Die zweite Tragödie ereignete sich am 1. Februar 2003: Die Columbia zerbrach beim Wiedereintritt in die Erdathmosphäre bei der Rückkehr von ihrer 28. Mission. Ein israelischer und sechs amerikanische Astronauten starben.

Ronald Regan, der ehemalige US-Präsident, beauftragte 1984 die NASA mit dem Bau einer Außenstation im All. Als Reaktion auf die Challengertragödie verwarf man die Pläne zunächst und schuf damit eine weitere Chance für die Sowjetunion. Mit der "Mir" besaß sie die erste ständig bemannte Raumstation. Erst zum Ende des Kalten Krieges gelang es den Amerikanern zusammen mit Russland, Kanada, Japan und den Mitgliedstaaten der europäischen Raumfahrtagentur ESA eine gemeinsame Weltraumstation zu gründen: Die ISS.

Schnee auf dem Mars

"Zurück zum Mond, zum Mars und darüber hinaus", formulierte US-Präsident George W. Bush schon vor einiger Zeit die Ziele von heute. Bis 2020 soll ein Amerikaner wieder den Mond betreten haben. Eine Mondbasis soll als Ausgangspunkt für andere Missionen dienen. Bis 2037 wollen die Amerikaner einen Menschen auf den Mars schicken.

Um schon vor der angestrebten Mission Informationen über den Mars zu sammeln, hat die NASA die Sonde "Phoenix" zum Roten Planeten geschickt. Die Mars-Sonde habe auf dem Planeten erstmals aus Wolken herabfallende Schneeflocken ausgemacht, teilte die NASA heute mit. Ersten Beobachtungen zufolge "verdampft" der Schnee jedoch bevor er auf die Oberfläche des Roten Planeten trifft. Festzustellen bleibt jetzt, ob er nicht zumindest vereinzelt die Oberfläche erreicht. "Phoenix" soll nun weiterforschen, ob Leben auf dem Mars möglich wäre.

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