Klimastuhl von Klöber im Test: Schön cool bleiben

Klimastuhl von Klöber im Test: Schön cool bleiben

, aktualisiert 21. Juni 2017, 11:36 Uhr
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Die Technik im Klimastuhl bleibt dezent im Hintergrund. (Foto: pr)

von Thomas TröschQuelle:Handelsblatt Online

Ein Stuhl, der an heißen Tagen für Abkühlung sorgt, ist genau das passende Testgerät für die aktuelle Hitzewelle. Doch der Klimastuhl der Firma Klöber kann noch mehr. Allerdings hat seine Vielseitigkeit auch ihren Preis.

Während der aufrechte Gang als ein entscheidender Faktor der Menschwerdung gilt, hat das Hinsetzen keinen so spektakulären Ruf. Zu Unrecht, denn wenn sich unsere frühesten Vorfahren bei ihren Streifzügen durch die Savanne nicht ab und zu bequem hingesetzt hätten, wären sie irgendwann entkräftet umgefallen – und die Geschichte wäre völlig anders verlaufen.

Zum Beispiel wäre der Klimastuhl niemals erfunden worden – jenes Möbelstück, das mir ein freundlicher Vertreter der Firma Klöber zu Testzwecken an meinen Schreibtisch gerollt hat. Ein Testgerät ganz nach meinem Geschmack, ist für mich doch im Laufe der Jahre das Sitzen zu einer echten Leidenschaft geworden. Da weckt ein Bürostuhl, der laut Hersteller für Wohlfühlklima beim Sitzen sorgt, natürlich meine Neugier.

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Der erste Eindruck ist durchaus positiv: Der Klimastuhl ist unauffällig elegant in der Form, nur das Orange des Sitzbezugs ist für meinen Geschmack etwas zu grell – ich würde einen dezenteren Farbton aus der angebotenen Palette wählen. Dafür tritt die Klimatechnik angenehm dezent in Erscheinung – und zwar in Form zweier Kippschalter am rechten Rand der Sitzfläche.

Mit diesen lässt sich das bedienen, was den Stuhl zum Klimastuhl macht: In Sitzfläche und Lehne sind Heizelemente und Lüfter verbaut, die dem Sitzenden entweder angenehme Wärme oder erfrischende Kühle spenden sollen.

Die Heizungsfunktion ähnelt einer Sitzheizung im Auto und wärmt laut Hersteller auf maximal 37 Grad Celsius – die Körpertemperatur eines gesunden Menschen. Die Lüftungsfunktion führt überschüssige Wärme vom Körper ab und lässt Feuchtigkeit bis zu 95 Prozent im Sitz und 74 Prozent im Rücken (Herstellerangaben) verdunsten.

Angesichts der derzeit herrschenden Temperaturen teste ich natürlich zunächst den Lüfter. Der Kippschalter auf Stufe 2 sorgt dafür, dass sich die gewünschte Abkühlung recht schnell bemerkbar macht. Für den Dauerbetrieb stelle ich dann auf Stufe 1 zurück – das schont den Akku und senkt den Geräuschpegel. Letzterer entspricht etwa dem eines modernen PC-Lüfters. Wer wie ich die Computerrevolution noch in ihren Anfangstagen erlebt hat, kennt da ganz andere Geräuschkulissen.


Beim Aufstehen schaltet der Stuhl die Technik ab

Apropos Akku: Der befindet sich neben den Kippschaltern in Form eines kleinen Kästchens, das sich zum Aufladen herausnehmen lässt. Der Hersteller gibt die Akkulaufzeit im Dauerbetrieb Heizen mit 8,5 Stunden an, Lüften soll im Dauerbetrieb bis zu 16 Stunden lang möglich sein.

So lange halte selbst ich es nicht im Sitzen aus, und so müssen diese Angaben ungeprüft bleiben. Denn eine intelligente „Besetzt-Erkennung“ schaltet die Technik im Stuhl ab, sobald ich aufstehe. So muss ich den Akku während des Tests frühestens nach drei Tagen aufladen, was innerhalb von vier Stunden erledigt ist.

Für die Heizfunktion des Klimastuhls bin ich vermutlich nicht die ideale Testperson. Zum einen, weil ich bei Außentemperaturen jenseits der 30-Grad-Marke zwar den Stuhl, nicht aber mich selbst in den Wintermodus schalten kann.

Zum anderen, weil mir üblicherweise die winterlichen Zimmertemperaturen in Büros und anderen Gemeinschaftsräumen auch ohne selbstwärmendes Sitzmöbel schon zu hoch sind. Immerhin kann ich feststellen, dass der Klimastuhl sich bei eingeschalteter Heizungsfunktion tatsächlich verhält wie die Sitzheizung in meinem Auto – die ich übrigens auch nie einschalte. Wer leichter friert als ich, wird die im Test einwandfrei arbeitende Wärmefunktion des Stuhls sicher zu schätzen wissen.

Fazit

Mir hat der Klimastuhl während der heißen Tage gute Dienste geleistet. Ein uneingeschränkter Fan bin ich im Lauf des Tests aber nicht geworden – wohl, weil ich nur die Kühlfunktion und damit allenfalls 50 Prozent seiner Klimatechnik wirklich nutzen würde. Trotzdem handelt es sich ohne Frage um einen bequemen Bürostuhl mit nützlichen Zusatzfunktionen.

Der allerdings seinen Preis hat: Mehr als 1200 Euro kostet das Modell, das ich getestet habe. Dem hohen Preis stellt der Hersteller Einsparungen bei konventioneller Heiz- und Kühltechnik im Büro gegenüber. Auch soll das individuell herstellbare Wohlfühlklima am Arbeitsplatz die Produktivität der Mitarbeiter erhöhen. Das sind sicher gute Argumente – einen eigenen Klimastuhl habe ich mir aber trotzdem noch nicht gekauft.

Quelle:  Handelsblatt Online
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