Krebs: So funktioniert die Krebs-Impfung

Krebs: So funktioniert die Krebs-Impfung

von Susanne Kutter

Wie die Immunabwehr gegen Krebszellen scharf gemacht wird.

1. Tumorableger enttarnen

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Gegen Tumore soll bald eine Impfung helfen

Krebszellen bleiben im Körper unbehelligt, weil sie vom Immunsystem nicht als Fremdkörper erkannt und zerstört werden. Vagabundierende Krebszellen, die sich etwa nach der Entfernung eines Nierentumors in der Lunge ansiedeln, können deshalb ungestört Ableger (Metastasen) bilden. Ziel einer Krebsimpfung ist es, die T-Zellen der Immunabwehr in die Lage zu versetzen, die todbringenden Krebszellen als Gefahr zu erkennen und zu vernichten. Möglich ist das mithilfe eines immunologischen Hilfsstoffs – einer Art Impfverstärker – und mit einem Cocktail von Proteinbruchstücken, den Peptiden, die Nierenkrebszellen typischerweise auf ihrer Außenseite tragen.

2. Immunabwehr aktivieren

Bei der Impfung gegen Nierenkrebs werden die dafür typischen Peptide und ein Impfhilfsstoff in die Haut gespritzt. Dort sitzen die dendritischen Zellen, spezielle Spürhunde der Immunabwehr, die alle eindringenden Substanzen und Organismen wie Bakterien und Viren überprüfen. Dazu heften die dendritischen Zellen sich alle fremd erscheinenden Peptide – also auch die Impfpeptide – an ihre Oberfläche und bilden – stimuliert durch den Hilfsstoff – zudem eine weitere Substanz, die die T-Zellen für die spezifischen Peptide scharf schaltet, das sogenannte ko-stimulatorische Signal.

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3. Killerzellen programmieren

In den Lymphknoten treffen die mit Impfpeptiden und dem ko-stimulatorischen Signal beladenen dendritischen Zellen auf T-Zellen, die sich daraufhin in Killerzellen verwandeln. Die Kombination aus Peptiden und Signalstoff ist für sie quasi das Fahndungsfoto, mit dem sie die Krebszellen im Körper erkennen können.

4. Tumorzellen vernichten

Wenn die Killerzellen im Körper auf Zellen treffen, die eines oder mehrere der Krebspeptide besitzen, aktivieren sie entweder eine Selbstmordfunktion, die in jeder Zelle schlummert. Oder sie schütten Substanzen aus, sogenannte Perforine, die Löcher in die Krebszellen reißen, sodass sie quasi auslaufen. Beides hält das Wachstumvon Metastasen auf, schon vorhandene verschwinden.

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