Künstliche Intelligenz: Roboter erklimmen die nächste Stufe

Künstliche Intelligenz: Roboter erklimmen die nächste Stufe

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Hondas Roboter "Asimo"

Maschinen räumen Zimmer auf, bewegen sich ohne Hilfe durch die Innenstadt und servieren Getränke. Aber vor allem lernen sie gerade, eigenständig zu lernen. Damit können sie erstmals wirklich Teil unseres Alltags werden.

Der Traum jeder Studenten-WG ist schlank gebaut, hat metallisch schimmernde Haut, zwei Hände aus Aluminium und sechs Augen: Die Rede ist nicht von einer Mutation der Cyberbraut Blu aus dem Saturn-Werbespot, sondern von Marvin. Einem Roboter. Auf Zuruf holt Marvin Bier aus dem Kühlschrank, bringt ohne Murren Socken zum Wäschekorb und reinigt bei Bedarf den Tisch. Das Beste aber: Spätestens 2013 soll das von Forschern der Universität Freiburg programmierte Maschinenwesen nach einer krachenden Party sogar Zimmer aufräumen können.

Gegenstände zu sehen ist für den Roboter dank 3-D-Kameras und Laser-scanner schon jetzt kein Problem mehr. Sogar Farbe und Textur von Objekten nimmt Marvin wahr, der seinen Namen einem Roboter aus dem Film "Per Anhalter durch die Galaxis" verdankt. Doch Bilder nur wahrzunehmen reicht nicht. Er muss auch verstehen können, was er sieht.

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Marvin sammelt Erfahrungen

Dafür bringen der Freiburger Wissenschaftler Wolfram Burgard und sein Team ihm gerade unter anderem bei, was Schmutz ist. Dafür nutzen sie den sogenannten Kaffeebohnen-Trick und schicken Marvin mit einem Staubsauger in der Hand zu einem Tisch: Saugt er Bohnen auf und das Aussehen der Tischplatte ändert sich, weiß Marvin, es ist Schmutz. Ändert sich nichts, heißt das: Die Platte ist sauber. Das Bild der Bohnen speichert er und beseitigt sie beim nächsten Putz gezielt.

Mithilfe solcher Erfahrungen entwickelt Marvin eine Strategie, um auch den Fußboden effizient zu reinigen. Daran scheiterten Roboter bislang in der Regel.

Nun aber lernen sie, Erfahrungen zu sammeln und daraus zu lernen. In Forschungszentren weltweit schärfen Informatiker, Kinematiker, Ingenieure und Elektrotechniker ihren Maschinenwesen die Sinne. Dass, so hoffen die Forscher, wird den Maschinen die Fähigkeit geben, autonom auf ihre Umwelt zu agieren.

Das wird nicht nur den Einsatz der Roboter im Haushalt und bei der Pflege revolutionieren, sondern auch ganz neue Einsatzszenarien der Maschinenwesen in Fabriken oder bei Naturkatastrophen ermöglichen. Dort beispielsweise sollen die angstfreien Retter gefährliche Bergungsmissionen übernehmen können.

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