
HB. Rein äußerlich ist die Kartoffel von herkömmlichen Knollen nicht zu unterscheiden. Ihr Zweck allerdings ist ein ganz anderer. Die von Forschern am Fraunhofer-Institut für Molekulare und Angewandte Ökologie entwickelte Tilling-Kartoffel kommt nicht direkt in den Topf - sondern zum Einsatz in der Papier-, Textil- oder der Nahrungsmittelindustrie. Ihre Zellen produzieren ausschließlich die Stärke Amylopektin. Und die eignet sich zur Herstellung von Kleister, Beschichtungen für die Papier- und Garnherstellung sowie Speisestärken zum Binden von Suppen oder Desserts. Hergestellt haben die Wissenschaftler die Kartoffel mit dem neuen und schnellen Züchtungsverfahren Tilling (Targeting Induced Local Lesions In Genomes). Dieses nutzt das natürliche Prinzip der Mutation - beschleunigt durch Chemikalien. Erstmals verarbeitet wird die Kartoffel von der Emsland Group, Deutschlands größtem Kartoffelstärkehersteller.













