Landwirtschaftsministerium: Maisanbau für Biogas-Produktion führt zu Wildschweinplage

Landwirtschaftsministerium: Maisanbau für Biogas-Produktion führt zu Wildschweinplage

von Christian Ramthun

Der steigende Maisanbau infolge des Biogasbooms hat in Deutschland zu einer Wildschweinplage mit hohen Schäden geführt.

„Die moderne Kulturlandschaft" mit großflächigen Maisschlägen biete den Schwarzkitteln „ideale Nahrungs- und Rückzugsbedingungen", erklärte das Bundeslandwirtschaftsministerium gegenüber der WirtschaftsWoche. Gleichzeitig sei eine intensive und nachhaltige Bejagung auf diesen großen Flächen nur schwer zu realisieren.

Trotz vervierfachter Abschusszahlen in den vergangenen 20 Jahren würden die Wildschäden massiv ansteigen, berichtet das Magazin. Pro Hektar kämen schnell 1000 bis 2000 Euro Schaden durch Sauen zusammen.

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Dadurch seien manche Jagdreviere nicht mehr verpachtbar. Zur modernen Kulturlandschaft zählen neben riesigen Maisschlägen immer mehr Rapsfelder für die Biodieselproduktion.

Raps und Mais, dazwischen noch Weizen, würden für Sauen eine „goldene Fruchtfolge" bilden, sagte Andreas Leppmann vom Deutschen Jagdschutzverband der WirtschaftsWoche. Hinzu kämen seit einigen Jahren Eicheln satt in fast jedem Winter, so Leppmann, was eine eindeutige Folge des Klimawandels sei.

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